Der US-Impfstoffhersteller Moderna zeigt Interesse an mehreren Produktionsstandorten seines deutschen Konkurrenten Biontech. Unternehmenschef Stéphance Bancel sagte dem »Handelsblatt«, man könne sich vorstellen, Werke zu übernehmen, die der deutsche Pharmakonzern schließen wolle.»Wenn wir die richtige Partnerschaft mit der deutschen Bundesregierung finden würden, wären diese Anlagen eine interessante Option – im Vergleich zu einem Neubau«, erläuterte Bancel demnach. Auf die Frage, ob Moderna Mitarbeiter des Mainzer Biotechnologieunternehmens übernehmen würde, die durch Werkschließungen betroffen sind, sagte er laut dem Bericht: »Wenn wir in ein Werk investieren würden – ganz sicher.«Biontech hatte im Mai angekündigt, mehrere Standorte in Deutschland zu schließen. Betroffen sind unter anderem Niederlassungen in Marburg und Idar-Oberstein. Sie waren während der Coronapandemie eröffnet worden, um dort mRNA-Impfstoffe gegen Covid zu produzieren.Allerdings stellt das US-Unternehmen auch Bedingungen für neue Investitionen in Deutschland. Nötig seien bessere Rahmenbedingungen und eine klare politische Strategie, so Bancel laut dem Bericht. »Es ist kein Zufall, dass ich aktuell in Berlin bin. Ich möchte wirklich investieren«, sagte der US-Pharmamanager. »Wir führen derzeit Gespräche mit der Regierung über eine langfristige Partnerschaft, wie wir sie im Vereinigten Königreich und in Kanada eingegangen sind.«
Moderna hat Interesse an Biontech-Werken in Deutschland
In der Covidpandemie war Moderna ein direkter Konkurrent von Biontech. Nun stellt das US-Biotech-Unternehmen Investitionen in Deutschland in Aussicht – und formuliert dafür Bedingungen.









