Startseite
Unternehmen
Handel + Konsumgüter
Bahn: „Wir fordern Regeln, die echten Wettbewerb ermöglichen“ Gianbattista La Rocca, Chef des Zugbetreibers Italo, läuft die Zeit davon. Gewährt ihm die Netzagentur nicht bis Ende Juni Investitionssicherheit, platzt womöglich sein Deutschland-Einstieg.
Josefine Fokuhl, Christoph Schlautmann 16.06.2026 - 16:00 Uhr Artikel anhörenItalo-CEO Gianbattista La Rocca: 2500 neue Arbeitsplätze in Deutschland. Foto: Dpa, AFP, PR, brckmnn [M]Herr La Rocca, ab 2028 will Ihr Bahnunternehmen Italo der Deutschen Bahn mit Hochgeschwindigkeitszügen Konkurrenz machen. Für Bahnreisende wollen Sie die Qualität des Angebots verbessern. Wie soll das funktionieren?Wir beginnen damit schon in den Bahnhöfen, weshalb wir auch dort Zugang zu den Räumlichkeiten benötigen. Dort möchten wir Lounges anbieten und Ticketautomaten aufstellen. Unseren Service werden wir in drei Kategorien unterteilen. Wir denken dabei nicht nur an preissensible Kunden oder solche, die last minute am Automaten buchen, sondern auch an Reisende, die unsere Lounges nutzen wollen und dort jeden erdenklichen Service erhalten.Wie soll das aussehen?Wir wollen in den Bahnhöfen Mitarbeiter platzieren, die unseren Reisenden bei allen Anliegen helfen. In den Zügen selbst wollen wir unseren Kunden ein exzellentes Erlebnis bieten. Dabei werden wir nicht einfach unser italienisches Konzept auf Deutschland übertragen, denn es sind zwei unterschiedliche Länder. Vita Gianbattista La RoccaDer Vorstandschef des privaten italienischen Eisenbahnbetreibers Italo startete bei seinem Arbeitgeber bereits vor 17 Jahren. Zuvor diente der Ingenieur der Unternehmensberatung Protos und dem italienischen Güterbahnbetreiber Rail Traction Company. Der verheiratete Vater zweier Kinder wurde 1977 in Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens, geboren.Im Vorfeld der Bahnliberalisierung gründeten vier italienische Industrielle – darunter Ferrari-Chef Luca di Montezemolo und Diego Della Valle, Inhaber des Luxus-Lederwarenanbieters Tod’s, die Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV), die sich später in Italo umbenannte. 2012 starte Italo mit Hochgeschwindigkeitszügen gegen die staatliche Trenitalia, 2018 ging das Unternehmen für 1,98 Milliarden Euro an den US-Fonds Global Infrastructure Partners. Seit 2023 gehört knapp die Hälfte von Italo der Reederei MSC des Schweiz-Italieners Gianluigi Aponte, zehn Prozent hält die Allianz SE.Was ist in Deutschland zu erwarten?Als Einstieg für die preissensiblen Kunden gibt es den Tarif ‚Smart‘, darüber bieten wir den Tarif ‚Prima' etwa für Geschäftsreisende. Die oberste Klasse ist der ‚Club‘, der sämtliche Annehmlichkeiten im Zug einschließt. Dafür braucht es erhebliche Investitionen in die Technologie. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt














