Gold gewinnt bei den Zentralbanken weltweit weiter an Bedeutung. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber dem US-Dollar. Zudem verändern immer mehr Zentralbanken die Lagerung ihrer Goldreserven. Das zeigt eine neue Umfrage des World Gold Council unter 76 Zentralbanken, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Demnach erwarten 89 Prozent der befragten Notenbanken, dass die weltweiten Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten weiter steigen werden. Gleichzeitig rechnen 74 Prozent damit, dass der Anteil des US-Dollars an den weltweiten Reserven in den kommenden fünf Jahren sinken wird.
Die Entwicklung fällt in eine Zeit wachsender geopolitischer Spannungen, neuer Handelskonflikte und zunehmender Unsicherheit über die künftige Weltordnung. Gold gilt vielen Zentralbanken inzwischen wieder als strategischer Schutz gegen Krisen, Inflation und politische Risiken.
Frankreich hat bereits 129 Tonnen Gold aus den USA abgezogen
Neben den Goldkäufen verändert sich zunehmend auch die Lagerung der Reserven. Laut der Umfrage haben 19 Prozent der Zentralbanken ihre Lagerstrategie innerhalb der vergangenen zwölf Monate angepasst. Neun Prozent lagern inzwischen mehr Gold im eigenen Land, weitere zehn Prozent haben ihre Lagerorte im Ausland stärker diversifiziert. Im Vorjahr lagen die Werte noch bei fünf beziehungsweise zwei Prozent.













