Auf diesen Moment haben die Müncherinnen und Münchner lange gewartet: Mitte September lässt die Deutsche Bahn (DB) endlich die erste Tunnelbohrmaschine für die zweite S-Bahn-Stammstrecke anwerfen. Zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof soll dann der erste Erkundungs- und Rettungsstollen entstehen. Und wie es laut DB guter Brauch ist, soll die Maschine auch einen weiblichen Namen bekommen. Diese Tradition gehe zurück auf die heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute.Dazu hat die DB einen öffentlichen Wettbewerb zur Namensgebung für die Maschine gestartet. Sie wird dann aus den eingereichten Vorschlägen drei Namen aussuchen. Über diese Finalisten kann die Öffentlichkeit vom 13. bis 24. Juli 2026 dann online abstimmen. Wer den ausgewählten Namen vorgeschlagen hat, darf sich exklusiv die Tunnelbohrmaschine aus der Nähe anschauen.SZ Good News:Gute Nachrichten aus München – jetzt auf Whatsapp abonnierenMehr positive Neuigkeiten im Alltag: Die Süddeutsche Zeitung verbreitet jeden Tag auf Whatsapp ausschließlich schöne und heitere Nachrichten aus München und der Region. So können Sie ihn abonnieren.Wer nun daran denkt, einfach den Kosenamen der Liebsten einzureichen, sollte wissen: Hasi, Spatzl, Mausibär haben schlechte Chancen. Denn ganz ohne Vorgaben läuft der Namenswettbewerb nicht ab. Gesucht würden weibliche Namen „mit Bezug zu München, Bayern, Technik, Wissenschaft oder Infrastruktur“, teilt die DB mit. Auch „kreative Akronyme mit nachvollziehbarer Herleitung“ seien möglich.Als Denkanstoß nennt die DB die Elbtunnel-Bohrmaschine Trude in Hamburg, die für „Tief runter unter die Elbe“ stand. Aber jetzt die Elbe durch Isar zu ersetzen und das Gerät Trudi zu nennen, wäre wohl etwas zu einfach.Namen wie Luise Kieselkrach, Schlickeria, Bohra-Bohra oder ein Akronym wie Tussi (Tunnel super Sache ist) dürften der Auswahlkommission zu albern sein. Und Konstruktionen wie Isara (Innovatives Schild für Aushub, Röhrenbau und Anbindung) oder Teresa (Tunnelbau-Einheit für Regionale Erschließung und Schienen- Anbindung) merkt man einfach an, dass sie von einer künstlichen Intelligenz ausgespuckt wurden.Also ist der Wortschöpfungsgeist der Menschen gefragt. Bis 30. Juni kann jeder online unter www.2.stammstrecke-muenchen.de/tbm Vorschläge einreichen, wie das 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Trumm im Untergrund heißen soll. Auf derselben Seite wird dann später über den Gewinnernamen abgestimmt.Denkt man sich ein zweites „n“ dazu, könnte Wanda als naheliegende Frage nach der Fertigstellung der zweiten Röhre ein Favorit sein. Ebenfalls nicht ganz unpassend: Weil der Tunnelbohrer eine sogenannte Mixschild-Maschine ist, könnte man ihn auch „Schilda“ nennen. Das würde das ganze Projekt zugleich gut zusammenfassen.
Zweite Stammstrecke: Bahn sucht Namen für Tunnelbohrmaschine
Gefragt im öffentlichen Wettbewerb sind weibliche Namen oder Wortschöpfungen. Doch was passt zum Projekt? Eine Glosse.







