PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsSachverständige im BlindflugFehlerhafte Fahrassistenzsysteme Stand: 11:12 UhrLesedauer: 3 MinutenKalibrieren kostet Zeit und Geld Quelle: CarglassFahrassistenzsysteme sollen mehr Sicherheit bringen. Doch ob die Technik auch funktioniert, können TÜV, Dekra und Co. derzeit kaum prüfen. SP-X/Berlin. Moderne Autos verfügen über zahlreiche Assistenzsysteme, die dem Fahrer die Arbeit zumindest teilweise abnehmen. Doch funktionieren Spurhalter, Notbremser oder Geschwindigkeitsassistent noch zuverlässig, wenn der Wagen ein paar Jahre alt ist?
Das sollte spätestens bei der Hauptuntersuchung (HU) auffallen, bei der Autos alle zwei Jahre auf ihre Verkehrssicherheit untersucht werden. Doch dort sind die Sachverständigen von TÜV, Dekra und Co. oft ratlos. Der Grund: Ihnen fehlen die technischen Möglichkeiten, die digitalen Systeme vernünftig zu prüfen. „Wir stochern im Nebel“, hieß es bei der MobiCon in Berlin, einer Konferenz des TÜV-Verbands für Sicherheit und Vertrauen in die Mobilität.
Viel Vertrauen in Fahrassistenten haben deutsche Autofahrer derzeit nicht – nicht selten scheinen die Systeme überfordert. Abstandsregeltempomaten beispielsweise machen erratische Vollbremsungen, die „intelligente“ Verkehrszeichenerkennung interpretiert Schilder notorisch falsch. In einer Umfrage für den Automobilclub ACV berichten vier von zehn Autobesitzern, die Fahrassistenten nutzen, von gelegentlichen oder häufigen Fehlfunktionen. Fast jeder Vierte fühlt sich demzufolge durch sie nicht unterstützt, sondern sogar beeinträchtigt.






