Interview«Für die Tech-Milliardäre ist ein feudaler Palast der ultimative Beweis dafür, dass man ‹gewonnen› hat – während alle anderen leiden»Der amerikanische Medientheoretiker Douglas Rushkoff über den dystopischen Weltgeist des Silicon Valley und das drohende Ende der westlichen Zivilisation.16.06.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenDer technologische Wandel, vorangetrieben von Philosophien aus dem Silicon Valley, stellt die Gesellschaft vor die Frage, welchen Wert die Menschheit in einer komplett automatisierten Zukunft besitzt. Im Bild ist der Urmia-See, ein riesiger Salzsee im Iran.Ebrahim Noroozi / APDouglas Rushkoff kommt direkt von der Bühne des Swiss Economic Forum (SEF) in Interlaken. Dort hat er versucht, über hundert Schweizer CEO den Leitsatz einzuschärfen: Wachstum im Zeitalter von künstlicher Intelligenz (KI) bedeutet vor allem ein Wachstum ethischer Werte. Im Gespräch legt der Bestsellerautor und profilierte Silicon-Valley-Kritiker nach und erklärt, warum die künstliche Intelligenz nicht unser primäres Problem sei – sondern in vielerlei Hinsicht die Lösung.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Sie haben kürzlich erwähnt, dass sich das Jahr 2026 ein bisschen wie 1994 anfühlt, als das Web breit zugänglich wurde. Was meinen Sie damit?Es ist interessant, dass Sie den Begriff «Web» verwenden. Ich habe das World Wide Web immer als einen Rückschritt betrachtet. Das ursprüngliche, rein textbasierte Internet war interaktiv. Es bestand aus Dienstprogrammen und Bulletin-Boards, auf denen sich die Menschen aktiv untereinander austauschten. Das Web hingegen flachte diese Erfahrung ab und liess sie viel mehr wie das Fernsehen aussehen. Es verdammt die Nutzer zur Passivität. Die Konzerne liebten es, weil man Werbung schalten und Bilder zeigen konnte. Anstatt Gedanken einzutippen, sassen die Leute plötzlich da, tippten Kreditkartennummern ein und klickten auf den «Kaufen»-Button.Aber die Erfindung von HTTP durch Tim Berners-Lee war doch sicherlich ein Versuch, die Welt zu öffnen?Es war eine sehr bunte, nützliche Internetanwendung, aber sie war nicht so intrinsisch sozial wie das, was davor existierte. Im alten Netz wusste man genau, wohin man ging – sagen wir, zu einem Server in Israel, um eine Liste von Schallplatten zu bekommen, oder nach Japan, um Animes zu finden. Man spürte die Geografie des Netzwerks. Das Web flachte das ab: Man schaut nur noch Bilder an und klickt auf Links. Als die Dotcom-Blase 1999 platzte, hoffte ich, dass die sozialen Netzwerke diesen ursprünglichen Geist des Internets wiederbeleben würden. Und die frühen sozialen Netzwerke versuchten tatsächlich, das Web zu nutzen, um die Interaktivität im Stil von Bulletin-Boards zurückzubringen. Doch die Risikokapitalgeber (VC), die beim Absturz mit der Dotcom-Blase ihr letztes Hemd verloren hatten, übernahmen die totale Kontrolle. Sie beschlossen, dass Tech-Kids keine Unternehmen mehr leiten sollten; stattdessen sollten die VC das Sagen haben.Zur PersonSRFDouglas Rushkoff, 65, ist einer der weltweit einflussreichsten amerikanischen Medientheoretiker und Professor für digitale Wirtschaft an der City University of New York (Cuny). In den 1990er Jahren begleitete er die Entstehung des Internets als visionärer Cyberpionier. Heute gilt er als einer der weltweit profiliertesten Kritiker des Silicon Valley und des modernen Plattformkapitalismus. In Büchern wie «Team Human» (2019) oder «Survival of the Richest» (2022) analysiert er die isolationistischen Allmachtsphantasien der Tech-Elite.Das ergibt einen gewissen Sinn, schliesslich war es nicht das eigene Geld der Tech-Kids.Aber die VC verlangten exponentielles Wachstum. Sobald eine App wie Twitter mit einem einfachen 140-Zeichen-Nachrichtendienst 2 Milliarden Dollar im Jahr einnahm, kamen Firmen wie Sequoia oder Union Square Ventures zurück und forderten eine weitere Verhundertfachung der Rendite. Das erreicht man nur durch Datenextraktion, Überwachung und Engagement-Algorithmen, die letztlich die Kernfunktion der Plattform zerstören. Twitter war am Anfang cool; heute ist es eine streng kontrollierte Umgebung, die bewusst darauf ausgelegt ist, faschistische Ideologien zu fördern.Das klingt etwas absurd und so, als würden Sie eine Verschwörungstheorie verbreiten.Ich stimme zu. Aber es ist keine Verschwörungstheorie, es ist ein Geschäftsmodell.Wenn also kommerzielle Plattformen das Web ruiniert haben, was passiert dann gerade mit der generativen KI? Glauben Sie, dass sie den Menschen helfen wird, das zurückzugewinnen, was Sie die verlorene interaktive Option nennen?Wenn ich sage, dass mich 2026 an 1994 erinnert, beziehe ich mich auf die Punk-Aspekte der KI, die gerade entstehen. Heute kann ein Kind in einer Wohnung in Cincinnati ein fesselndes Video generieren und eine komplexe Geschichte erzählen – ganz ohne Hollywoodstudio oder massives Kapital. Hochwertig umgesetzte Ideen können in der Peripherie entstehen. Auf eine seltsame Art und Weise subventionieren Sam Altman und Unternehmen wie Anthropic ein alternatives Netzwerk von Kreativen und Experimentatoren in Bereichen, die von der Kunst bis zur Medizin reichen. Sie ermöglichen es, dass Ideen florieren, die vorher keine Chance gehabt hätten.Aber es gibt eine offensichtliche, dominante Kehrseite. KI macht es böswilligen Akteuren, seien es russische Hacker oder andere staatliche Propagandisten, unglaublich leicht, massive Mengen an Desinformation zu verbreiten.Oh, die Kehrseite überwiegt bei weitem. Aller Voraussicht nach geht diese Zivilisation zu Ende.Wie bitte? Sie glauben, dass KI unsere Zivilisation beenden wird?Sie ist ein Beschleuniger. Alle Zivilisationen enden, und unsere gegenwärtige, auf dem Recht des Stärkeren basierende Form des Kapitalismus beschleunigt die Zerstörung. Das bedeutet nicht, dass der Planet stirbt, aber die westliche Zivilisation, wie wir sie seit dem antiken Griechenland kennen, bricht zusammen. Im besten Fall verwandelt sie sich in etwas Neues. Die Tech-Milliardäre, die sich diesem System verschrieben haben – Elon Musk oder Peter Thiel –, glauben aufrichtig, dass die einzige Alternative zu unserer heutigen Zivilisation ein Chaos im Stil von «Mad Max» ist. Deshalb bauen sie buchstäblich Festungen und Bunker, um sich selbst, ihr Vermögen und ihren inneren Kreis zu schützen. Für sie ist der ultimative Beweis dafür, dass man «gewonnen» hat, ein feudaler Palast, während alle anderen leiden. Sie sehen sich selbst als Halbgötter.Wirklich? Elon Musk ist angetreten, um den nachhaltigen Transport mit Elektrofahrzeugen zu beschleunigen. Treibt ihn nicht der aufrichtige Wunsch an, der Menschheit zu helfen?Sein Antrieb ändert sich, je nachdem, was er für möglich hält. Bis etwa 2019 glaubte Musk wirklich, er könne der Erde auf einer Rakete entkommen. Dann wurde ihm klar, dass er den Planeten nicht rechtzeitig verlassen kann, also verlagerte sich sein Überlebensplan. Musk hat offen gesagt, dass er im «Team Mensch» sei, aber seine Definition von Mensch unterscheidet sich völlig von Ihrer oder meiner. Er orientiert sich an der Bewegung des effektiven Altruismus und jener des effektiven Akzelerationismus.Was bedeuten diese Ideen?Sie klingen edel, sind aber in der Praxis zutiefst dystopisch. Der effektive Altruismus ist eine Philosophie, die für sich beansprucht, Daten und Rationalität zu nutzen, um das langfristige Wohl für die maximale Zahl zukünftiger Wesen zu sichern. Der effektive Akzelerationismus geht noch einen Schritt weiter und argumentiert, dass der technologische Fortschritt, insbesondere die KI, um jeden Preis beschleunigt werden sollte, ungeachtet der kurzfristigen Folgen für die Menschen. In ihrer Ideologie ist der Mensch nur Code. Sie glauben, dass, wenn in tausend Jahren eine Billion posthumaner künstlicher Entitäten im Kosmos verteilt sind, diese digitalen Lebensformen weitaus wichtiger sind als die acht Milliarden atmenden Menschen, die heute am Leben sind. Sie denken, sie meinen es gut, aber es ist eine schreckliche Weltanschauung.Wenn KI es jedem ermöglicht zu codieren, demokratisiert das nicht die Macht und bedroht diese angebliche Silicon-Valley-Elite?Die Geschichte zeigt ein Muster. In jeder Medienrenaissance erlangen die einfachen Menschen meist Kompetenz über die Werkzeuge der vorherigen Ära, während die Elite weiterzieht, um die neuen zu monopolisieren.Wie meinen Sie das?Ursprünglich konnte nur der Pharao das Wort Gottes hören. Mit der Erfindung der Schrift erlangten die Priester und Eliten die Lese- und Schreibfähigkeit. Die Massen lernten nicht lesen, sie versammelten sich nur auf dem Marktplatz, um einem Priester zuzuhören, der ihnen vorlas. Sie gewannen die vorherige Kompetenz. Die Elite behielt das Schreiben. Als Gutenberg die Buchdruckerei erfand, lernten die Massen lesen und schreiben, aber die Elite behielt die Kontrolle über die Verlage, über die Vertriebswege. Im Computerzeitalter lernten die meisten Menschen, Blogs und Beiträge zu schreiben, während die Elite die zugrunde liegenden Algorithmen programmierte. Und jetzt kann jeder KI nutzen, um Software zu programmieren, aber die Elite besitzt die massiven Datenserver und die grundlegenden Modelle.Sie glauben also, dass die Informationstechnologie ein ewiges Wettrennen an die Spitze ist?Es scheint so. Big Tech kartografiert erfolgreich das menschliche Nervensystem. KI entwirft Texte oder Bilder nicht auf die Art und Weise, wie unser Gehirn die Realität wiedergibt. Wir sehen ein Feuerwehrauto nicht auf einmal; unser Gehirn erfasst Teile und setzt das Auto zusammen. Die KI interagiert auf genau diese Weise direkt mit Ihrem Nervensystem; sie weiss exakt, welchen Reiz Sie brauchen, um zu glauben, dass Sie etwas Überzeugendes sehen oder hören. Ich bin zutiefst besorgt um unsere grundlegende Kohärenz als biologische Organismen.Wenn Big Tech unser biologisches Nervensystem wirklich aktiv manipuliert, wie gehen Sie damit in Ihrem eigenen Leben um?Für mich ist die wichtigste Intervention im Moment, Zeit abseits der Maschine zu verbringen. Es ist der Blickkontakt. Es ist die Verbindung von Mensch zu Mensch. Ich weiss, das klingt nach New-Age-Verrücktheit, aber ich musste Natur, Sex und Tanzen ganz bewusst neu entdecken.Hatten Sie eine Phase, in der Sie den Bezug dazu völlig verloren haben?Ja, absolut. Ich ging durch eine schwierige Ehe, zog ein Kind gross und versuchte, als Autor und Philosoph genug Geld zum Überleben zu verdienen. Die Gesundheitsversorgung zu regeln, eine College-Ausbildung zu bezahlen und ein Kind durch diese spezifische, hyperstressige Welt zu lotsen, das fordert seinen Tribut. In den frühen 1990er Jahren war es cool und gegenkulturell, am Computer zu sitzen; die reale Welt war voller langweiliger Yuppies. Heute ist die digitale Welt eine Qual. Diese Technologien machen uns für jeden ständig erreichbar. Ich bekomme jeden Tag drei Anfragen für Buchempfehlungen, drei Podcast-Einladungen und etwa dreihundert E-Mails. Ich kann nicht ein Buch pro Tag lesen. Wenn ich allen Bitten nachkäme und jedes Buch empfehlen würde, bedeuteten die Empfehlungen nichts mehr.Ein Spannungsfeld zwischen menschlichen Bedürfnissen und systemischen Anforderungen sehen wir überall. Im Journalismus diskutieren wir ständig darüber, wie transparent wir bei der Nutzung von KI in unserer Recherche und beim Schreiben sein müssen. Wie sollte unser Berufsstand damit umgehen?Wenn Sie KI als Recherchewerkzeug oder als Debattenpartner nutzen, um ein Argument zu zerpflücken, bevor Sie einen Artikel schreiben, ist das für mich völlig in Ordnung. Die tiefere Realität ist, dass die KI selbst nicht das Problem ist. Die KI legt einfach die bereits existierenden Mängel unserer Institutionen offen.Das ist eine sehr negative Sicht auf die KI.Es ist eine positive Sicht auf die KI. Ich sage, dass die KI uns zeigt, was mit unseren bestehenden Institutionen nicht stimmt. Ich fände es schlimmer, wenn sie diese Mängel vertuschen oder verschlimmern würde. Nehmen wir die Bildung. Wenn ein Kind Chat-GPT benutzt, um eine Hausarbeit zu schreiben, ist das nicht die Schuld der KI, sondern die Schuld der Schule. Was für ein Bildungssystem fördert die Leistungsbewertung anstelle des tatsächlichen Lernens? Wie haben wir eine Kultur geschaffen, in der ein Kind lieber schummelt, um eine gute Note zu bekommen, als ein Buch zu lesen? Bücher wurden ursprünglich als Unterhaltungsform erfunden, die Menschen lasen sie aus Freude. Wir haben die Bildung in einen kompetitiven, ergebnisorientierten und kennzahlengetriebenen Fleischwolf verwandelt. Das Gleiche gilt für den Arbeitsmarkt. Die Menschen haben Panik, dass KI Arbeitsplätze stiehlt. Aber Arbeitsplätze selbst sind ein historisches Konstrukt. Sie wurden im 11. und 12. Jahrhundert von privilegierten europäischen Monopolen erfunden, und zwar genau deshalb, um die Menschen von der Ausübung unabhängiger Handwerke abzuhalten und sie zu zwingen, Stundenlöhner für ein königliches Unternehmen zu werden.Ist das nicht eine stark romantisierte, fast zynische Sicht auf die Geschichte? Milliarden von Menschen geht es heute in Bezug auf Gesundheit, Wohlstand, Lebenserwartung und grundlegende Menschenrechte weitaus besser als allen, die in den brutalen Realitäten des 11. oder des 12. Jahrhunderts lebten. Sicherlich hat die moderne Unternehmensbeschäftigung die Menschheit eher aus der Armut befreit, als sie zu versklaven.Materiell und medizinisch? Absolut. Ich plädiere nicht für eine Rückkehr zum Feudalismus oder zur Beulenpest. Aber die strukturelle Abhängigkeit ist das Problem. Wir haben relative Selbstversorgung gegen ein System eingetauscht, in dem Unternehmen im Grunde nicht wissen, wie sie den Menschen ausserhalb seines Nutzens als Kennzahl wertschätzen sollen. Wenn mich die Leute nach dem Arbeitslosigkeitsproblem der KI fragen, nenne ich es die Arbeitslosigkeitslösung. Ich will keinen Job; ich will Einkommen, Sicherheit und Sinn.Die Schweiz ist stark lokal verankert, die Gemeinden sind lebendige politische Einheiten, dennoch hängt der wirtschaftliche Erfolg des Landes stark von globalem Kapital und multinationalen Unternehmen ab. Kann das Lokale wirklich mit der Hyperglobalisierung koexistieren?Natürlich. Die beiden Prinzipien funktionieren am besten, wenn sie in einem Zustand gesunder Spannung koexistieren. In Amerika sind wir Fundamentalisten: Wir denken, alles müsse völlig kapitalistisch, völlig kommunistisch oder völlig religiös sein. In der realen Welt funktionieren Hybridmodelle am besten. Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Die Tatsache, dass in der Schweiz das Lokale weiterhin eine grosse Rolle spielt, wird ihr tatsächlich helfen, den kommenden Sturm zu überstehen.Welchen Sturm sehen Sie auf die Schweiz zukommen?Die traditionelle Rolle der Schweiz als neutrale, isolierte und globale Bankerin bricht weg, und das ist erschreckend für das Land. Die gesamte geopolitische Funktion Europas verschiebt sich. Europa ist wesentlich älter als Amerika; seine Kulturen haben gelernt, Systeme über lange Zeit mit Geduld aufrechtzuerhalten. Viele europäische Unternehmen legen noch echten Wert auf das Handwerk und die Expertise ihrer Branche. Wenn Sie zu BMW gehen, lieben die dort wirklich Autos – wie sie gebaut werden und wie sie funktionieren. Amerika versteht das nicht; wir verstehen nur den Automarkt.In der Schweiz wird regelmässig über direktdemokratische Initiativen abgestimmt. Eine kürzliche Abstimmung zielte etwa darauf ab, die nationale Bevölkerung auf 10 Millionen Einwohner zu begrenzen, um die Zuwanderung einzudämmen. Können Sie das Begehren der Schweizer verstehen?Das Begehren ergibt Sinn, wenn Ihre einzige Priorität darin besteht, einen geschlossenen Kreislauf traditioneller Arbeitsplätze zu bewahren. Aber wir stehen vor einer beispiellosen globalen Krise: Noch zu unseren Lebzeiten werden der Klimawandel und die geopolitische Instabilität Milliarden von Menschen vertreiben. Milliarden von Klimaflüchtlingen werden migrieren müssen. Wo bringen wir sie unter? Länder können versuchen, rechtliche und physische Mauern zu errichten – Amerika tut es, Europa tut es. Es ist von grosser Ironie. Der Höhepunkt der Fernsehära war dadurch geprägt, dass Ronald Reagan in Berlin stand und sagte: «Mr. Gorbatschow, reissen Sie diese Mauer nieder.» Das Fernsehen war ein simultanes, globales Medium, das uns verband. Das digitale Zeitalter hat trotz seinen frühen Versprechen das genaue Gegenteil bewirkt: Es ist eine Ära der radikalen Abschottung, der Fragmentierung und des Mauernbauens.Passend zum Artikel