Über die AfD wollte die CDU Sachsen-Anhalt auf ihrem Parteitag am Samstag eigentlich nicht sprechen. Stattdessen sollte es um die eigenen Inhalte, die Bilanz der Regierung und Spitzenkandidat Sven Schulze gehen. Doch daraus wurde nichts. Am Freitagabend hatte die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung ein Foto veröffentlicht, das CDU-Fraktionschef Guido Heuer neben AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund zeigt: Schulter an Schulter, am Mikrofon, Siegmund lächelnd. Heuer widersprach der naheliegenden Deutung. Es sei keine „Kumpelei“, sondern eine „Konfrontation“ gewesen, sagte er. Dann erschien ein Video, das eher das Gegenteil nahelegt. Kann man mit einer CDU zusammenarbeiten, deren Fraktionschef Nähe zur AfD öffentlich als Konfrontation beschreibt?
„Keine Zweifel an seiner Haltung aufkommen lassen“
Nein, sagen die einen. „Guido Heuer kann nicht ernsthaft behaupten, er habe Ulrich Siegmund konfrontiert, während er gleichzeitig mit ihm rumwitzelt und so Nähe demonstriert“, sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling dieser Zeitung. Die CDU könne „nicht an einem Tag ihre Abgrenzung zur AfD beteuern und sie am nächsten Tag durch ihr eigenes Verhalten infrage stellen“. Sie stehe vor einer Entscheidung: „Will sie eine demokratisch-konservative Partei sein oder weiter den rechten Rand normalisieren? Beides zugleich funktioniert nicht.“










