Ein Text liegt auf dem Tisch der Redaktionsleitung von Radio Eins, er stammt von Harald Martenstein. Es geht um ein mögliches AfD-Verbot, ohne Partei für jemanden zu ergreifen. Die Kolumne dazu war bereits in der Zeit veröffentlicht worden. Doch für Radio Eins vom RBB ist sie „unsendbar.“ Martenstein fragt nach dem Warum: Ein Text, der in einer liberalen, jedweden Radikalismus unverdächtigen und noch dazu angesehenen Wochenzeitung veröffentlicht wurde und in dem jedes Komma faktengecheckt war, konnte unsendbar sein? Warum darf der Kolumnist nicht darüber sprechen, dass die Debatte um ein Verbot der größten Oppositionspartei Ähnlichkeiten zu autoritären Staaten hat? Weil es dem politisch korrekten Korridor widerspricht? Weil er den „Kampf gegen Rechts“ stört?
Der ÖRR – ein grünes Sprachrohr?
Dieses Beispiel kulturkampfintendierter Verweigerung steht exemplarisch am Anfang des neuen „Schwarzbuch Staatsfunk“, das dieser Tage erscheint. Die Anklageschrift versammelt Texte von 20 verschiedenen Autoren, die das öffentlich-rechtliche Mediensystem aus unterschiedlichen Perspektiven analysieren – von Innenansichten ehemaliger Redakteure bis hin zu wissenschaftlichen Einschätzungen.
ÖRR
Hat er sich selbst ins Off moderiert? Über Georg Restles Abgang als „Monitor“-Gesicht






