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Märkte: Iran-Abkommen stützt Dax – 25.000 Punkte bleiben aber Hürde An den Märkten macht sich Erleichterung über das Abkommen zwischen den USA und dem Iran breit: Die Ölpreise fallen und Aktienindizes in Asien und Europa steigen.

15.06.2026 - 17:20 Uhr Foto: IMAGO/EibnerDas Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges verlockt am Montag die Anleger zu Aktienkäufen. Der Schwung ließ aber etwas nach und so konnte der Dax nicht dauerhaft über die Marke von 25.000 Punkten zurückkehren. Am Nachmittag steht der Leitindex noch mit 1,1 Prozent im Plus bei 24.885 Punkten. Zu seinem Rekordhoch von 25.507 Punkten bleibt er auf Abstand.Für den MDax ging es am Montag etwas schwungvoller um 1,8 Prozent hoch auf 32.663 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ist den deutschen Indizes mit einem erneuten Rekordstand einen Schritt voraus. In Asien waren die Börsen zuvor auch gestiegen und in New York zeichnet sich ebenfalls eine höhere Eröffnung ab.Nach wochenlangem Hin und Her konnten sich die Kriegsparteien auf eine Absichtserklärung einigen, die eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsieht. Das bestätigten neben der US-Regierung und dem Iran auch der Vermittler Pakistan. Die Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben.Die Anleger nehmen die Absichten gerne zur Kenntnis, da nachgebende Ölpreise Konjunktur- und Inflationssorgen dämpfen. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 4,3 Prozent auf 83 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ebenfalls um 4,3 Prozent schwächer bei 80,50 DollarGut für die Stimmung war auch der Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX, der den Anlegern am Freitag im New Yorker Handel deutliche Kursgewinne eingebracht hatte. Die Titel des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Elon Musk verteuern sich zum Wochenstart um bis zu 9,3 Prozent auf 175,90 Dollar und bauen damit ihre Gewinne nach dem erfolgreichen Börsen­debüt weiter aus„Trotz dieser zweifelsohne guten Nachrichten bleiben einige Unwägbarkeiten und offene Fragen“, kommentierte am Morgen der Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler die Lage. „Die Verhandlungen über die Atomfrage dürften heikel werden und ein Kompromiss wahrscheinlich schwer zu finden sein“, warnt auch Michael Nizard von Edmond de Rothschild Asset Management. In den Augen der Anleger sei aber zunächst die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öllieferungen das wichtigste Thema.Wall Street verzeichnet deutliches PlusDie Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Friedensmemorandum stimmt die Anleger an der Wall Street zuversichtlich. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte am Montag kurz nach Handelsstart um 1,3 Prozent auf 51.857 Zähler und erzielte damit einen neuen Höchststand. Der breiter gefasste S&P 500 zog in den ersten Handelsminuten um 1,6 Prozent auf bis zu rund 7552 Punkte an. Am stärksten fiel das Plus beim technologielastigen Nasdaq aus, der in der Spitze um 2,6 Prozent auf 26.559 Punkte zulegte. Die Aussicht auf eine Öffnung der Straße von Hormus ließ zugleich die Ölpreise um rund fünf Prozent fallen.Der fallende Ölpreis gab vor allem energieintensiven Branchen Auftrieb. Die Aktien der Fluggesellschaften United Airlines, Delta Air Lines und American Airlines verteuerten sich zwischen vier und sechs Prozent. Auch die Papiere der Kreuzfahrtanbieter Norwegian Cruise und Carnival gewannen jeweils rund fünf Prozent. Dagegen brachen die Aktien der Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron jeweils um rund fünf Prozent ein.Im Frankfurter Aktienhandel standen die Gewinne bei Einzelwerten am Montag auf einer breiten Basis. Relativ deutlich reagierten Werte aus den Tourismus- und Luftfahrtbranchen auf die Neuigkeiten: Titel von Tui, Lufthansa oder Airbus schnellten im Größenbereich von 2,7 bis 4,3 Prozent hoch.Das Interesse an Rüstungswerten wie Rheinmetall wurde hingegen von den nachlassenden geopolitischen Sorgen gebremst. Die Rheinmetall-Aktien sanken zuletzt um 4,5 Prozent. Nach einem Medienbericht sorgt sich der Dax-Konzern nach dem Aus für ein deutsch-französisches Kampfflugzeug nun auch um das gemeinsames Panzerprojekt MGCS.Im MDax gehörte DWS neben den Rüstungswerten Renk und Hensoldt mit einem Abschlag von einem halben Prozent zu den wenigen, schwächeren Werten. Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs reagierte am Montag mit einer Verkaufsempfehlung auf die jüngste Kurserholung und erste Schwächesignale bei den Triebfedern des Fondsanbieters. dpa-AFX Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick Anzeige Gutscheine Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen Anzeige Weiterbildung Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick