Bäume helfen beim Klimaschutz: Sie nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und wandeln es zusammen mit Sonnenlicht und Wasser in Glukose um – das wird Fotosynthese genannt. Dabei geben Bäume Sauerstoff in die Atmosphäre ab, einen Teil des Kohlenstoffs binden sie in ihrem Holz.

Doch wie hängt die Fotosynthese mit dem Wachstum der Bäume zusammen? »Das Verständnis dieser Verbindung ist entscheidend, um zu verstehen, wie Wälder langfristig Kohlenstoff speichern«, sagt der Ökoklimatologe Mukund Palat Rao von der Columbia University in New York in einer Mitteilung .Laut einer Studie , die er und seine Kollegen nun in der Fachzeitschrift »Science Advances« veröffentlichten, verhalten sich beide Prozesse anders zueinander, als Wissenschaftler es bisher annahmen, wodurch Bäume nicht so viel Kohlenstoff speichern würden wie erhofft.

Fotosynthese und Baumwachstum verlaufen entkoppelt»Die meisten Modelle gehen derzeit davon aus, dass Fotosynthese automatisch zu Wachstum führt«, sagt Rao. Das hieße, dass eine steigende CO₂-Konzentration in der Atmosphäre die Fotosynthese verstärken und das Baumwachstum anregen würde. »Wir haben festgestellt, dass dies nicht der Fall ist: Mehr Fotosynthese bedeutet nicht zwangsläufig mehr Baumwachstum in der Zukunft.«