PfadnavigationHomePolitikAuslandKurz vor G-7-Gipfel„So läuft das nicht“ – Macron reagiert verärgert auf Trumps neueste DrohungStand: 15:49 UhrLesedauer: 2 MinutenEmmanuel Macron bei seiner Ankunft in Evian, wo der G-7-Gipfel stattfindetQuelle: LUDOVIC MARIN/via REUTERSFrankreich ist gereizt wegen neuer US‑Zolldrohungen: Trump stellt Strafzölle auf Wein und Champagner in Aussicht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen. Macron warnt vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits.Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump verärgert reagiert. „So läuft das nicht“, sagte er in einem Interview mit dem Sender TF1 am Montag kurz vor Beginn des G-7-Gipfels in Evian. Trump hatte mit einem 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen.In Frankreich gilt seit 2019 eine Steuer von drei Prozent auf im Land generierte Umsätze von Digitalunternehmen. Die Abgabe betrifft vor allem die großen US-Konzerne Facebook, Amazon, Apple, Google und Microsoft.Macron verwies in Évian auf das im Sommer 2025 erreichte Zollabkommen zwischen den USA und der EU. „Wir brauchen Stabilität“, betonte der französische Präsident. Zölle seien für niemanden gut, fügte er hinzu, vor allem nicht zwischen G-7-Staaten. Er kündigte ein „respektvolles, aber entschlossenes Gespräch“ darüber mit Trump an.Lesen Sie auchDie USA sind der wichtigste Abnehmer französischer Weine und Spirituosen. Im vergangenen Jahr entfielen 21 Prozent der Ausfuhren der Branche auf die USA, wie der französische Verband der Wein- und Spirituosenexporte mitteilte. Derzeit unterliegen diese Exporte einem Zollsatz von 15 Prozent.Im Januar hatte Trump bereits mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent auf französischen Wein gedroht. Hintergrund war damals Frankreichs Weigerung, Trumps „Friedensrat“ für die Lösung internationaler Konflikte beizutreten.Lesen Sie auchMacron will Trump zum Abschluss des G-7-Gipfels am Mittwoch zu einem Abendessen im Schloss von Versailles einladen. „Das ist kein Gala-Dinner, sondern um die 250-jährige Unabhängigkeit Amerikas zu feiern“, sagte Macron. Dabei habe Frankreich auch eine Rolle gespielt, betonte er.Iran-Abkommen soll vorbereitet werdenBeim G-7-Gipfel soll nach der Einigung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs unter anderem die Umsetzung der Vereinbarung vorbereitet werden. Die vier europäischen Mitgliedsstaaten der Gruppe demokratischer Wirtschaftsmächte bekräftigten noch in der Nacht ihre Bereitschaft, sich an einer „rein defensiv ausgerichteten, unabhängigen“ Militärmission zur Sicherung der für den Ölhandel so wichtigen Straße von Hormus zu beteiligen. Lesen Sie auch„Mit dem Abkommen öffnet sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Großbritanniens Premierminister Keir Starmer, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Emmanuel Macron.dpa/nw
G-7-Gipfel: „So läuft das nicht“ – Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung - WELT
Frankreich ist gereizt wegen neuer US‑Zolldrohungen: Trump stellt Strafzölle auf Wein und Champagner in Aussicht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen. Macron warnt vor einer weiteren Eskalation des Handelsstreits.
Trump droht 100%-Zölle auf französischen Wein bei Beibehaltung der 3%-Digitalsteuer auf FAANG-Konzerne. Handelspolitische Eskalation signalisiert SaaS-Provider und Cloud-Reseller in der EU erhöhte Compliance- und Pricing-Risiken.













