Es ist 23 Uhr an einem Freitag. Das Hauptquartier des chinesischen Techunternehmens Bytedance leuchtet, als wäre es Mittag. In fast jedem Stockwerk des Tiktok-Mutterkonzerns brennt noch Licht. Unten geben die Glastüren alle paar Minuten jemanden frei, fast immer jung, das Handy in der Hand, das Gesicht blass erhellt vom blauen Display-Licht. Sie verschwinden einzeln in wartenden Taxis. Der Feierabend geht nahtlos in die Nacht über.