Es ist 23 Uhr an einem Freitag. Das Hauptquartier des chinesischen Techunternehmens Bytedance leuchtet, als wäre es Mittag. In fast jedem Stockwerk des Tiktok-Mutterkonzerns brennt noch Licht. Unten geben die Glastüren alle paar Minuten jemanden frei, fast immer jung, das Handy in der Hand, das Gesicht blass erhellt vom blauen Display-Licht. Sie verschwinden einzeln in wartenden Taxis. Der Feierabend geht nahtlos in die Nacht über.
Der Mythos vom chinesischen Arbeitseifer: "Der Markt ist hart, nicht die Jobs"
In Deutschland gilt die unermüdliche Arbeitsmoral der Chinesen als Geheimnis hinter dem Aufstieg der vergangenen Jahre. Ein Abend vor Pekings Tech-Türmen zeigt: Die Sache ist viel verzwickter.









