Hauptnavigation: Nutzen Sie die Tabulatortaste, um durch die Menüpunkte zu navigieren. Öffnen Sie Untermenüs mit der Leertaste. Schließen Sie Untermenüs mit der Escape-Taste.
Der Koboldhai gilt als eines der bizarrsten Tiere der Tiefsee und als „hässlichster Hai“ der Welt. Meeresbiologen präsentieren nun erstmals Sichtungen lebender Exemplare. Die Tiere verändern ihr Äußeres nach dem Tod drastisch.
Ein Gesicht, das nur die Mutter lieben kann, lässt Schlimmes befürchten. Im Fall des Koboldhaies erscheint die mehr oder minder subtile Beleidigung nicht einmal übertrieben. Der Raubfisch ist tatsächlich nicht nur selten hässlich, sondern fristet in den Tiefen der Ozeane auch meist ein Leben im Verborgenen.
Forschern ist es erstmals gelungen, lebende Koboldhaie in ihrem natürlichen Lebensraum in der Tiefsee zu dokumentieren und ihre Sichtungen auszuwerten. Die Aufnahmen entstanden während einer Expedition im Tongagraben im Jahr 2024 sowie bei Beobachtungen nahe Jarvis Island im Pazifik. Die Ergebnisse wurden jetzt gemeinsam im Fachjournal „Journal of Fish Biology“ veröffentlicht.
Der Koboldhai gilt als eine der rätselhaftesten Haiarten der Welt und wurde bislang fast ausschließlich tot oder als Beifang an Angelhaken dokumentiert. „Sie haben die Fantasie so vieler Menschen beflügelt, aber wir haben sie nie lebend gesehen“, erklärte Prof. Alan Jamieson, Direktor des Minderoo-UWA Deep-Sea Research Centre und Mitautor der Studie. „Tatsächlich wissen wir praktisch nichts über sie.“











