PfadnavigationHomeSportFußballWM„Gute Menschen in Mexiko“Als Irans Trainer zur Politik gefragt wird, grätscht ein Sprecher der Fifa dazwischenStand: 11:44 UhrLesedauer: 3 MinutenDie deutsche Nationalmannschaft hat ihre WM-Generalprobe gegen die USA mit 2:1 gewonnen. Die Treffer erzielten Kai Havertz und Leroy Sané. Vor dem Auftakt gegen Curaçao sieht Bundestrainer Julian Nagelsmann dennoch noch Verbesserungsbedarf.Vor dem Auftaktspiel des Iran gegen Neuseeland in Los Angeles steht das Sportliche im Hintergrund. Die Fifa gibt aber alles, um Fragen rund um den Krieg, Visa und Proteste abzublocken.Irans Kapitän Mehdi Taremi hat vor dem WM-Auftakt gegen Neuseeland von der schwierigen Stimmung rund um die Nationalmannschaft gesprochen. „Ich spüre die Spannungen seit dem ersten Moment, seit wir bei dieser WM angekommen sind“, sagte er am Tag vor dem Duell mit Neuseeland. Taremi entschuldigte sich für den etwa 15 Minuten verspäteten Beginn des Pflichttermins im WM-Stadion südlich von Los Angeles. „Es war nicht unsere Schuld. Wir haben Tijuana um 10 Uhr verlassen und sind um 15 Uhr abgeflogen“, berichtete er. Die beiden Städte sind in etwa so weit voneinander entfernt wie Stuttgart und München.Entgegen der ursprünglichen Absprachen schien Irans Nationalmannschaft doch schon am Tag vor dem ersten WM-Spiel geschlossen in die USA eingereist zu sein. Der iranische Verband verbreitete Fotos seiner Fußballer beim Aussteigen aus einem Flugzeug. Eine Anfrage an die Fifa blieb zunächst unbeantwortet. Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt und sollte erst an Spieltagen in die USA ein- und nach den Partien sofort wieder ausreisen. Irans Kapitän verweist auf Probleme anderer Länder„Natürlich betrifft uns das“, sagte Trainer Amir Ghalenoei. „Ich möchte den guten Menschen in Mexiko danken. Aber wir Iraner sind es gewohnt, aus Schwierigkeiten Chancen zu machen, und wir denken an nichts anderes, als den Menschen Freude zu bereiten.“Taremi, der auf Vereinsebene für Olympiakos Piräus stürmt, sagte: „Ich weiß, dass nicht nur wir betroffen waren. Ich weiß, dass mehrere Länder Probleme mit Visa hatten und ihre Trainingslager umstellen mussten. Bevor wir angekommen sind, gab es immer dieses Gefühl, diese Vorfreude auf eine Weltmeisterschaft. Ich glaube, dieses Mal hatten die Menschen vielleicht nicht dieselbe Vorfreude.“ Lesen Sie auchKurz vor Beginn der Pressekonferenz war bekanntgeworden, dass die USA und Iran nach wochenlangen Verhandlungen eine vorläufige Übereinkunft für einen Ausweg aus dem Iran-Krieg gefunden haben. Das bestätigten neben dem Vermittler Pakistan auch die Regierungen der USA und des Irans. Zum Thema auf der Pressekonferenz wurde das Abkommen nicht, ein Fifa-Sprecher hatte darauf verwiesen, dass Taremi und sein Trainer nur auf das Spiel bezogene Fragen beantworten würden. Als ein Journalist wissen wollte, wie auf mögliche Proteste im Stadion reagiert werden würde, wurde er von dem Fifa-Sprecher unterbrochen.Spiel gegen Neuseeland ist nur ein RandthemaUms rein Sportliche ging es am Tag vor dem Duell mit Neuseeland nur bei einer Reporterfrage. „Niemand hat sich einfach so qualifiziert, sie haben hart dafür gearbeitet“, sagte Ghalenoei. Neuseelands Trainer Darren Bazeley versuchte, die ganzen Begleiterscheinungen der Begegnung zu ignorieren. „Um ehrlich zu sein, haben wir es in der Vorbereitung wie ein normales Spiel behandelt. Für uns ist es ein großes Spiel, weil es ein WM-Spiel ist“, sagte er. Sollte es vor oder während des Spiels Proteste der vielen Exil-Iraner geben, die in Los Angeles leben, habe das keinen Einfluss auf die Partie. „Wenn das Spiel einmal losgeht, bemerkt man die Fans sowieso nicht und wen sie anfeuern“, sagte Bazeley.step
„Gute Menschen in Mexiko“: Als Irans Trainer zur Politik gefragt wird, grätscht ein Sprecher der Fifa dazwischen - WELT
Vor dem Auftaktspiel des Iran gegen Neuseeland in Los Angeles steht das Sportliche im Hintergrund. Die Fifa gibt aber alles, um Fragen rund um den Krieg, Visa und Proteste abzublocken.














