Es war eine kleine Bemerkung der Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) bei der abschließenden Pressekonferenz der Bildungsminister in München, die den Blick in den Bundesrat nach Berlin lenkte. Die Schulpflicht, so Prien, „ist eine Errungenschaft, die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann – vor allem in einer Einwanderungsgesellschaft“. Während die Bildungsminister in München ihre Beschlüsse vorstellten, haben Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hamburg einen Entschließungsantrag mit dem Titel „Schulpflicht als Garant für Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahren“ in den Bundesrat eingebracht, der nun in den Ausschüssen beraten wird.