Der Tag in Halle an der Saale sieht nicht wie einer aus, an dem die Menschen abends noch rausgehen, um gemeinsam Fußball zu schauen. Regen prasselt den ganzen Tag über an die Fensterscheiben und auf den Biergarten des Volkspark Halle hinab, wo in Kooperation mit der Burg zum Public Viewing eingeladen wird. Nasse Bänke und Tische warten dort auf die Zuschauer und Zuschauerinnen, die sich gemeinsam das erste Spiel von Deutschland bei der WM 2026 gegen Curaçao ansehen möchten.Auch 70 Minuten vor Spielbeginn tropft es noch vom Himmel auf das junge Publikum, das Schutz unter den Bäumen und mitgebrachten Regenschirmen sucht. Die meisten tragen Jacken, hier und da lugt ein weißes Trikot unter geöffneten Reißverschlüssen hervor. Auf der Leinwand grüßt ein Reporter aus Houston. Fast spöttisch wirkt sein kurzärmliges Hemd, während ihm die Blicke aus Halle unter Regenschirmen folgen.
Regen endet pünktlich zum Deutschlandspiel
Eine Stunde vor Anpfiff ist der Garten zur Hälfte gefüllt. Trotz des Wetters füllt sich der Platz nach und nach. Eine Gruppe Jugendlicher besetzt eine der Bierbänke, einige malen sich gegenseitig Deutschlandflaggen auf die Wangen, sie stimmen sich ab, wie viele Plätze sie denn nun brauchen. „Ist hier noch frei?“Und dann, nach einem Tag voller dunkler Wolken, klart der Himmel tatsächlich auf. Sogar ein paar Sonnenstrahlen wärmen die Nase. Als hätte das Wetter nur auf den Anpfiff gewartet, um sich von seiner sanften Seite zu zeigen. Zwar hätte es die Option gegeben, den Übertragungsort nach drinnen zu verlegen, doch Public Viewing gehört einfach nach draußen.














