PfadnavigationHomePolitikAusland„Angriff macht keinen Sinn“Kiews Höhlenkloster brennt – US-General zieht Vergleich zu deutschen Angriffen im Zweiten WeltkriegStand: 06:38 UhrLesedauer: 3 MinutenBei einem massiven russischen Luftangriff auf die Ukraine sind mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew gab laut Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 23 Verletzte.Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist zum Ziel intensiver russischer Luftangriffe geworden. Es sind Explosionen zu hören. Ein historisches Wahrzeichen steht in Flammen, über 100.000 Menschen sind ohne Strom.Bei einem massiven russischen Luftangriff auf die Ukraine sind mehrere Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew gab laut Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens 23 Verletzte. In Charkiw seien fünf Rettungskräfte infolge der Luftangriffe getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, berichtete das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“ unter Berufung auf Gouverneur Oleh Synjehubow. In Dnipro habe es mindestens einen Verletzten gegeben, hieß es. Keine dieser Angaben ließ sich zunächst unabhängig überprüfen.Medienberichten zufolge setzten die russischen Angreifer ersten Erkenntnissen zufolge mehr als 50 Raketen und rund 500 Drohnen ein. In Kiews Innenstadt waren nach dpa-Informationen zunächst knapp zwei Dutzend – mutmaßlich von der Flugabwehr ausgelöste – Explosionen zu hören. Der Leiter der Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, sprach von mehr als 40 Einschlägen in der Hauptstadt. Durch den Angriff geriet das als historisches Wahrzeichen geltende Kiewer Höhlenkloster in Brand. Flammen züngelten aus dem Dach unter den vergoldeten Kuppeln der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, der Hauptkirche auf dem Klostergelände, das zum ukrainischen Staatseigentum gehört. Es blieb zunächst unklar, ob die weltberühmte Pilgerstätte wegen direkter Einschläge russischer Geschosse oder durch herabfallende Trümmer nach dem Einsatz der Flugabwehr in Brand geraten war. „Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters“, schrieb Tkatschenko bei Telegram. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko sprach von einem brutalen Angriff auf das ukrainische Erbe.Lesen Sie auchDonald Trumps früherer Sondergesandter für die Ukraine, General Keith Kellogg, schrieb auf der Plattform X: „Dieser Angriff der Russen auf das Kloster in Kiew heute Nacht macht keinen Sinn.“ Weiter zog Kellogg einen Vergleich zum Zweiten Weltkrieg: „Er (der Angriff) lässt Parallelen zu den deutschen Bombenangriffen auf die Londoner St. Paul’s Cathedral im Jahr 1940 erkennen.“ Das werde nicht funktionieren. „Kann mir jemand die militärische Notwendigkeit dieses russischen Angriffs erklären? Es gibt keine.“Das jahrhundertealte Kiewer Höhlenkloster beherbergt in einem verzweigten unterirdischen Höhlensystem auch mumifizierte Überreste von Geistlichen. Es gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Es steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco. Auf dem Gelände der weltberühmten Pilgerstätte am Fluss Dnipro, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückgehen, befinden sich mehrere Museen. Der sogenannte untere Teil wird trotz staatlichem Druck weiterhin von der ukrainisch-orthodoxen Kirche genutzt, die sich bis zum russischen Einmarsch von 2022 als Teil des Moskauer Patriarchats sah, sich inzwischen jedoch von Moskau lossagte.Einschläge in drei Stadtteilen KiewsBürgermeister Klitschko zufolge sorgten die russischen Angriffe auch dafür, dass 140.000 Einwohner nach Beschädigungen an Oberleitungen ohne Strom sind. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Etwa 30 Fahrzeuge sollen in Flammen aufgegangen sein. Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor anhaltenden Drohnenangriffen.Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe ließ Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem wurden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.Die russischen Behörden meldeten derweil ukrainische Angriffe. In der Stadt Tula, rund 200 Kilometer südlich von Moskau, wurden nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs Dmitri Miljaew drei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Drei weitere Menschen, darunter ein einjähriges Kind, seien bei dem Angriff auf ein Wohngebiet verletzt worden. Die Stadtverwaltung von Moskau teilte mit, es seien mehrere anfliegende Drohnen abgeschossen worden.Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion.dpa/rtr/luwi
Ukraine-Krieg: Höhlenkloster brennt – US-General zieht Vergleich zu deutschen Angriffen im Zweiten Weltkrieg - WELT
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist zum Ziel intensiver russischer Luftangriffe geworden. Es sind Explosionen zu hören. Ein historisches Wahrzeichen steht in Flammen, über 100.000 Menschen sind ohne Strom.
Russland griff Kiev mit 50+ Raketen und 500 Drohnen an; UNESCO-Höhlenkloster brannte, 140.000 ohne Strom. Angriff auf Kulturgüter ohne militärische Notwendigkeit zeigt Eskalation analog deutsche WWII-Bombardements auf St. Paul's.











