Houston, nachmittags, Ortszeit. Im klimatisierten NRG Stadium tanzt Julian Nagelsmann mit seinen Spielern, 68.021 Zuschauer wiegen sich im Takt. Auf der Anzeigetafel manifestiert sich Geschichte: Deutschland 7, Curaçao 1 – Nummer 82 der Weltrangliste, kleinster Teilnehmer der WM-Historie, souverän zerlegt vom viermaligen Weltmeister. Nur einmal gewann die DFB-Elf bei einer WM höher: 8:0 gegen Saudi-Arabien 2002. Selbst das 7:1 von Belo Horizonte 2014 wurde nicht übertroffen, nur wiederholt. Gut 8000 Kilometer entfernt blinzeln deutsche Zuschauer in die Bildschirme – und fragen sich, warum niemand davon etwas geahnt hat.

Der Erdrutsch in Zahlen

Felix Nmecha (6.), Nico Schlotterbeck (38.), Kai Havertz per Foulelfmeter (45.+5) und erneut (88.), Jamal Musiala (47.), Nathaniel Brown (68.) und Joker Deniz Undav (78.). Sechs Torschützen, ein kurzer Schreckmoment durch Livano Comenencia (21.) zum 1:1, Halbzeit 3:1, Endstand 7:1. Zuschauer im klimatisierten Stadion der Houston Texans: 68.021. Gelbe Karten: keine. Ein höflicher Erdrutsch.

Auftaktspiel

Schützenfest gegen Curaçao: Deutschland mit perfektem WM-Einstand