Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesStarmer: Britische Armee stoppt Schattenflotte-TankerRussland meldet Abschuss von 185 ukrainischen Drohnen UN: Höchststand ziviler Opfer in der Ukraine seit April 2022 Nach langem Stillstand: EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und MoldauPutin berichtet über Aufbau eines Satelliten-KommunikationsnetzesTrump spricht sich erneut für Ende der Kämpfe in der Ukraine ausDer russische Präsident Wladimir Putin hat, wie auch der ukrainische Staatschef Wolodimir Selenskij, seinem US-Kollegen Donald Trump in einem Telefonat zum 80. Geburtstag gratuliert. Trump sei dabei erneut für eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Ukraine eingetreten, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow. In dem Gespräch seien zudem der Iran-Krieg und die bilateralen Beziehungen besprochen worden. Das „äußerst freundliche“ Gespräch habe laut Uschakow 55 Minuten gedauert. Dem außenpolitischen Berater zufolge sagte Putin, dass die kürzlichen ukrainischen Angriffe auf „zivile Objekte auf russischem Gebiet“ eine Friedensregelung erschwerten. „Das wurde hervorgehoben“, sagte Uschakow. Dass Russland seit Jahren fast täglich zivile Ziele in der Ukraine attackiert, erwähnte er nicht. Der Kremlchef habe erklärt, dass diese Attacken die „Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld“ nicht ändern würden, so Uschakow weiter. Wenn der ukrainische Präsident Selenskij mit Putin reden wolle, könne er weiterhin nach Moskau kommen.Selenskij gratulierte Trump ebenfalls per Telefon. „Es gab nicht nur die Gratulationen, sondern auch viele Schlüsselthemen: über den Krieg, dessen Wurzeln, diplomatische Möglichkeiten und die Positionen unserer Partner“, sagte Selenskij in einer Videobotschaft. Es sei ein langes und detailliertes Telefonat gewesen. Dabei sei ein Treffen beim am Montag im französischen Évian startenden G7-Gipfel vereinbart worden. Zuvor hatte Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn Journalisten gegenüber von einer Gesprächsdauer von rund 30 Minuten gesprochen. Starmer: Britische Armee stoppt Schattenflotte-TankerDas britische Militär hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte gestoppt, der den Ärmelkanal passieren wollte. Er habe die Streitkräfte am frühen Morgen angewiesen, das Schiff abzufangen, teilte der Regierungschef auf der Plattform X mit. Der erfolgreiche Einsatz versetze Russland einen weiteren Schlag und erinnere diejenigen, die Putins Krieg in der Ukraine befeuern, dass sie sich nicht verstecken könnten.Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums handelt es sich bei dem Schiff um den knapp 244 Meter langen Öltanker Smyrtos, der laut der Webseite marinetraffic.com unter der Flagge Kameruns fährt und von einem russischen Hafen kommt.Kräfte der Marine und speziell ausgebildete Beamte der nationalen Kriminalpolizei hätten das Schiff geentert, hieß es in einer Mitteilung des britischen Ministeriums. Die Militäroperation habe sechs Stunden gedauert. Premier Starmer postete auf X auch ein Video von Soldaten mit Waffen im Anschlag, die den Tanker durchsuchen.Das Schiff werde nun vor der Südküste festgehalten und überwacht, während die Ermittlungen andauern. Der Premierminister hatte im März zugestimmt, dass britische Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden Schiffe der Schattenflotte entern dürfen. Die Operation sei in enger Abstimmung mit Frankreich ausgeführt worden. Ukraine trifft Industrieanlagen in RusslandDie Ukraine hat mit Drohnenangriffen auf Russland in Industrieanlagen in den Gebieten Tula und Jaroslawl Brände ausgelöst. In der südlich von Moskau gelegenen Region Tula berichtete Gouverneur Dmitri Miljajew, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. Der Gouverneur machte keine Angaben zum Ausmaß der Schäden oder möglichen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung.Im Gebiet Jaroslawl sprach Gouverneur Michail Jewrajew von einem Drohnenangriff auf Industrieobjekte für die Lagerung von Kraftstoffen. Es sei ein Brand ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht.Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten in verschiedenen Regionen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien mehrere Drohnenangriffe abgewehrt worden. Der Flughafen Schukowski musste laut Behörden wegen Luftalarms geschlossen werden. Einschränkungen gab es demnach auch am Hauptstadtflughafen Domodedowo.Atomkraftwerk Saporischschja wieder am StromnetzNach fast drei Tagen ist das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine wieder an das Stromnetz angeschlossen worden. Eine beschädigte Hochspannungsleitung sei repariert worden, teilten die von Moskau eingesetzte Kraftwerksleitung und der ukrainische Atomkonzern Energoatom übereinstimmend auf Telegram mit. Die seit Mittwoch zur Stromversorgung eingesetzten Dieselgeneratoren sind demnach wieder im Bereitschaftszustand.Nach ukrainischen Angaben war es bereits der 19. Stromausfall, seitdem russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 das Kraftwerk eroberten. Beide Kriegsparteien werfen einander regelmäßig vor, durch Kampfhandlungen für die Stromausfälle verantwortlich zu sein. Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6000 Megawatt größte Atomkraftwerk Europas wurde daher aus Sicherheitsgründen heruntergefahren. Russland: Toter nach ukrainischem Angriff auf SeeterminalDie Ukraine hat nach russischen Behördenangaben ein Seeterminal in Südrussland angegriffen. Durch herabfallende Drohnentrümmer seien im Kreis Temrjuk ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram. Ein Feuer sei ausgebrochen. Einen genauen Ort nannte er nicht.Das Feuerinformationssystem der Nasa zeigte zwei Brände auf der Halbinsel Taman an. Dort liegt am Rande der Siedlung Wolna ein großes Umschlagterminal für Öl und Ölprodukte, die dann über das Schwarze Meer verschifft werden.Bei ihren Gegenangriffen nimmt die Ukraine verstärkt die russische Ölindustrie ins Visier. Kiew will damit den Treibstoffnachschub für Moskaus Truppen stören und die für Russlands Finanzierung des Kriegs wichtigen Einnahmen aus dem Ölgeschäft schmälern. Russische Besatzungsbehörden schränkten zuletzt die Ausgabe von Benzin ein und die Regierung in Moskau verhängte ein Ausfuhrverbot für Kerosin aus Russland.Auf der anderen Seite haben auch russische Attacken in der Ukraine einmal mehr schwere Folgen für Zivilisten. In Saporischschja im Südosten des Landes sei ein Mensch bei einem russischen Angriff auf Infrastruktur getötet worden, teilte Militärgouverneur Iwan Fedorow mit. Neun Menschen wurden nach Angaben von Militärgouverneur Oleksander Hanscha bei mehreren Angriffen mit Drohnen und Gleitbomben in der Region Dnipropetrowsk verletzt. Mehrstöckige Wohnhäuser, Einfamilienhäuser und Autos seien beschädigt worden und auf einem Markt sei ein Feuer ausgebrochen. Russland meldet Abschuss von 185 ukrainischen Drohnen Russland hat nach eigenen Angaben innerhalb von zwölf Stunden 185 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die unbemannten Fluggeräte seien über rund einem Dutzend Regionen abgefangen worden, vor allem in Zentralrussland.In der grenznahen Region Brjansk kam nach Angaben des Gouverneurs ein Mensch ums Leben, eine weitere Person wird verletzt. Allein dort seien 62 Drohnen zerstört worden.Auch Moskau ist offenbar angegriffen worden. Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, mehrere auf die Hauptstadt zusteuernde Drohnen seien abgewehrt worden. Die Ukraine hat ihre Luftangriffe auf Ziele in Russland zuletzt verstärkt, vor allem auf Anlagen der Ölindustrie. UN: Höchststand ziviler Opfer in der Ukraine seit April 2022 Die Vereinten Nationen haben in der von Russland angegriffenen Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert. Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen. Noch nie seit Kriegsbeginn seien damit so viele Menschen in einem Monat getötet (64) und verletzt (539) worden wie im Mai. Nach langem Stillstand: EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und MoldauDie EU wird am Montag die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau beginnen. Wie die zyprische Ratspräsidentschaft mitteilte, haben die Mitgliedstaaten nach dem Ende der ungarischen Blockade einen gemeinsamen Standpunkt zum ersten Verhandlungsabschnitt vereinbart und damit die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen.Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau waren eigentlich bereits im Juni 2024 formal begonnen worden. Die Eröffnung des ersten Verhandlungsabschnitts mit der Ukraine wurde dann allerdings von Ungarn mit einem Veto blockiert. Erst nach der Abwahl des langjährigen ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán im April kam wieder Bewegung in den Prozess.Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar meldete dann in der vergangenen Woche eine Einigung mit der Ukraine auf ein Abkommen zur Stärkung der Minderheitenrechte der ethnischen Ungarn im östlichen Nachbarland. Magyar hatte eine solche Einigung zur Bedingung dafür gemacht, den EU-Beitrittsgesprächen mit der Ukraine zuzustimmen.Im ersten Verhandlungsabschnitt, der offiziell erstes Cluster genannt wird, müssen die Länder unter anderem zeigen, dass ihr Justizsystem und die öffentliche Verwaltung den EU-Standards entsprechen. Der Prozess der Beitrittsverhandlungen ist thematisch in sechs Abschnitte mit insgesamt 33 sogenannten Kapiteln eingeteilt. Hinzu kommen noch zwei Kapitel, die außerhalb der Cluster verhandelt werden. Die Verhandlungen ziehen sich in der Regel über Jahre hin, und es ist auch nicht ausgemacht, dass sie erfolgreich abgeschlossen werden können.Putin berichtet über Aufbau eines Satelliten-KommunikationsnetzesDie russische Armee entwickelt nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin Drohnen mit künstlicher Intelligenz und baut ein eigenes Satellitennetz in niedriger Umlaufbahn auf. Technisch sei das Problem gelöst, es gehe nur um die Erweiterung. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags, bei dem auch Verteidigungsminister Andrej Beloussow dabei war.Vor den Soldaten gab sich der russische Staatschef weiter siegesgewiss in dem vor mehr als vier Jahren von ihm befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Schritt für Schritt, nicht so schnell wie wir gern würden, aber wir schreiten trotzdem voran, wir schreiten jeden Tag voran“, sagte Putin. Er wiederholte eine frühere Angabe, derzufolge Russland mehr als 700 000 Soldaten im Ukraine-Krieg im Einsatz habe. Soldaten hatten bei dem Gespräch viel über Probleme durch ukrainische Drohnen und den Verlust des Zugangs zum Satellitenkommunikationsnetz Starlink geklagt. Putin räumte ein, dass die Ukraine den Einsatz von Drohnen verstärkt habe, um die russische Gesellschaft zu spalten und wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Doch das gelinge nicht. Ukraine: Verteidigungsministerium kündigt Solderhöhungen anVor dem Hintergrund des Soldatenmangels hat nach Präsident Wolodimir Selenskij auch das ukrainische Verteidigungsministerium deutliche Solderhöhungen für Armeeangehörige angekündigt. „Die ukrainischen Infanteristen werden zu den bestbezahlten Militärspezialisten in der Welt“, kündigte das Verteidigungsministerium in einem Video an.Im Schnitt sollen ukrainische Fußsoldaten umgerechnet rund 5800 Euro erhalten. Der Höchstsatz für Fronteinsätze soll auf fast 8900 Euro monatlich angehoben werden. Der Einstiegssold für alle Soldaten soll künftig um 50 Prozent auf knapp 580 Euro steigen. Das Ministerium will den Militärdienst mit befristeten Verträgen und einer anschließenden Rückstellung attraktiver machen. Fahnenflüchtige sollen mit Strafbefreiung und freier Wahl der Einheit zurückgeholt werden.Selenskij hatte bereits Anfang Mai eine Armeereform mit erheblichen Soldanhebungen versprochen. Am Freitag bekräftigte er diese Absicht: „Die Ressourcen sind für eine Erhöhung der Zahlungen in der Armee vorhanden“. Woher das Geld für die Reform kommen soll, sagte er nicht. Das osteuropäische Land ist in erheblichem Maße von ausländischen Zuwendungen abhängig. Die Wirtschaft schrumpft wieder, und die Zentralbank wertet seit Monaten die Landeswährung Hrywnja schrittweise ab, um Haushaltslöcher leichter mit ausländischen Krediten zu stopfen. Tote nach Angriff auf Sumy und in russischer Grenzregion BrjanskNach russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine ist in der nordöstlichen Oblast Sumy ‌eine 44-jährige Frau getötet und eine 33-Jährige schwer verletzt worden, ‌wie der ‌dortige Gouverneur Oleh Hryhorow mitteilt. In ​der südukrainischen Stadt Mykolajiw wurden den örtlichen Behörden ​zufolge drei weitere Menschen verletzt. Bei ukrainischen Angriffen auf die russische Grenzregion Brjansk ⁠ist die Zahl der Verletzten nach Angaben der örtlichen Behörden auf zehn gestiegen. ​Unter ​den Verletzten sei auch ein ‌fünfjähriger Junge, teilte der ‌amtierende Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit. Zwei Menschen waren bei ​dem Angriff ​ums Leben gekommen.Behörden: Drei Tote in Russland nach ukrainischen AngriffenBei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben drei Menschen in Grenzgebieten getötet worden. Im Dorf Wosnessenowka nahe der Grenze sei eine ukrainische Drohne in einen Bus eingeschlagen, teilte der Krisenstab des Gebiets Belgorod mit. Dabei sei eine Frau getötet und elf weitere Personen verletzt worden.In der Region Brjansk seien bei einem ukrainischen Angriff in der an der Grenze liegenden Siedlung Belaja Berjoska zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der kommissarische Gebietsgouverneur, Jegor Kowaltschuk, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mit. Zunächst hatte Kowaltschuk demnach von einem Toten und drei Verletzten gesprochen. Ein Mann sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen.Als Teil des ukrainischen Abwehrkampfes greift das Militär immer wieder auch Ziele in Russland an. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen dabei in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine. Belgorod ist eine der am stärksten vom Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Regionen in Russland. Moskau bestellt Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens einDer stellvertretende russische Außenminister ​Michail Galusin hat den Botschaftern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens eine "destruktive Politik" im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Galusin empfing die drei Diplomaten am Donnerstag in Moskau, wie das russische Außenministerium mitteilte. Das Ministerium veröffentlicht zudem ein ​Video, das ​die Ankunft der drei Diplomaten am Gebäude ‌im Zentrum der russischen Hauptstadt zeigt. Die ​Regierungen in Berlin, Paris und London ermutigten die Kiewer Führung, den Krieg gegen Russland ⁠mit direkter Unterstützung einer westlichen Koalition fortzusetzen. Der französische Botschafter Nicolas de Riviere sprach nach dem Treffen vor Journalisten jedoch von ​einem "guten Gespräch". ​Eine Erklärung der drei westlichen Staaten (E3) wurde für ‌einen späteren Zeitpunkt angekündigt.Das Treffen in Moskau ‌folgte auf Beratungen der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij am vergangenen Sonntag ​in London. Die ​drei europäischen Länder, die als informelles Sicherheitsbündnis "E3" ​zu den wichtigsten internationalen Unterstützern der Ukraine gehören, hatten sich dort hinter Selenskijs Forderung nach einer Waffenruhe gestellt. Merz: Ukraine gehört "in längerer Perspektive" in die EU Die Ukraine gehört "in der längeren Perspektive zur EU", sagt ⁠Kanzler Friedrich Merz in einer Regierungserklärung im Bundestag. Die Ukraine habe bemerkenswerte Reformfortschritte ​geschafft, weshalb ​er eine assoziierte Mitgliedschaft vorgeschlagen ‌habe. Das würde eine reguläre ‌Teilnahme der Ukraine an den EU-Spitzentreffen ermöglichen. "Ein ukrainischer Kommissar, noch ohne Portfolio und ​Stimmrecht, wäre ​Kiews Gesicht in Brüssel", ​sagt Merz. Er schlage zudem vor, dass ukrainische Abgeordnete ohne Stimmrecht an den Beratungen des ‌Europäischen Parlaments teilnehmen könnten. Der Kanzler betont, dass eine Vollmitgliedschaft ‌strikt von der ‌Erfüllung der Aufnahmebedingungen abhänge. Man ​werde die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland ​so lange unterstützen wie nötig.Merz sicherte darüber hinaus der Ukraine die weitere Unterstützung der Bundesregierung zu. Das Ziel bleibe ein gerechter und dauerhafter Frieden, „der auch unsere Sicherheitsinteressen berücksichtigt“, sagte er. Dafür unterstütze man die Ukraine. „Wir haben das gestern getan, wir tun das heute und wir tun das morgen, solange wie es notwendig ist.“ Gegen Russlands „offenkundige Bereitschaft zur Eskalation“ stärke man die Ostflanke der Nato und unterstütze zugleich die Bemühungen für eine Verhandlungslösung. „Ein tragfähiger Frieden wird nur in Verhandlungen mit Beteiligung der Ukraine, mit Russland, der USA und Europa erreicht werden können, anders wird es nicht möglich sein.“Russland: Feuer in Afipsky-Raffinerie nach Drohnenangriff in Region Krasnodar Die ‌südrussische Region Krasnodar ist ​örtlichen Behörden ​zufolge Ziel eines ​Drohnenangriffs geworden. Die Behörden teilten ‌mit, dass infolge des ‌Angriffs ‌in der Afipsky-Raffinerie ​ein Feuer ausgebrochen ​ist. Zudem sei ‌in der Gegend um Afipsky eine Gaspipeline beschädigt worden. Mehr ladenTickarooLive Blog Software