Stand: 14.06.2026 • 07:59 Uhr

Curaçao sieht sich schon vor der WM-Partie gegen Deutschland als Gewinner. Es ist das kleinste Teilnehmerland des Turniers und erstmals bei dem Turnier dabei. Entsprechend groß ist die Euphorie auf der Insel.

Eine Gruppe Männer kickt in der tropischen Karibikluft. Alle tragen sie blaue Shirts, blau wie ihr Curaçao. "Liga Blòwi" nennen sie sich. Sie sind nicht nur Hobbyfußballer, sie sind die Chef-Anheizer des Nationalteams - und das drücken sie auch in ihrem Namen aus.

"Das hier ist eine Insel voller Energie, mit diesem Rhythmus werden wir geboren. Uns fällt es leicht, in Schwung zu kommen", sagt Brenton Balentien. Er ist ganz in Blau gekleidet, mit blau schimmernden Acrylfingernägeln. Zu allen Spielen ihrer "Blauen Welle", wie die Nationalmannschaft genannt wird, färbt er sein Gesicht, Glatze und Vollbart, komplett blau.

Zum Gruppenspiel gegen Deutschland fahren die "Blòwis" natürlich auch nach Houston. Möglich wird das WM-Wunder für Curaçao dank eines eigentlich fußballtechnisch unspektakulären Moments: Im entscheidenden Spiel gegen Jamaika im November fiel kein Tor, gab es keine dramatischen Spielzüge. Doch das 0:0 hat die Insel verändert.