Donald Trump feiert an diesem Wochenende seinen 80. Geburtstag. Feiern heißt bei einem Mann von der Natur Trumps: mit einem an alte feudale, gern auch an antike Festformen anknüpfenden Spektakel seine eigene Herrlichkeit zu preisen. Schaukämpfe in Gitterkäfigen wie im alten Rom, Militäraufmarsch wie im alten und neuen Moskau – wer sich über die geschmacklichen Entgrenzungsfantasien dieses Präsidenten noch wundert, mag sich immerhin einen beneidenswerten Rest an Reinherzigkeit bewahrt haben. Trump hat Amerika in einen mit Blattgold und Riesenstatuen dekorierten Showroom des Größenwahns umgebaut, und er darf sich bei allem, was er sagt und tut, der weltweiten Aufmerksamkeit sicher sein. Wie könnte man auch Blick und Ohr von einem Mann wenden, der die gesamte Welt zum Publikum seiner immer neue Formen annehmenden unmenschlichen Komödie gemacht hat? Trump hat die politische Moral neu kalibriert und sie an die Idee von der Macht des Stärkeren gekoppelt, vor der sich die Staaten des Westens, jedenfalls anfänglich, igelhaft einrollten.
Donald Trump wird 80. Die Welt muss zuschauen, wie er sich Tag für Tag vergoldet
Auch die Europäer haben mitgeholfen, dass sich der zornige Cäsaren-Traum des Mannes nach und nach erfüllt
Trump nutzt seinen 80. Geburtstag zur Inszenierung Amerikas als Showroom des Größenwahns seiner Macht. Diese Neukalibrierung westlicher Moral zur "Herrschaft des Stärkeren" definiert geopolitische Bedingungen für Tech-Policy, AI-Governance und Business-Entscheidungen.











