Teamchef Ralf Rangnick wird auch nach der Weltmeisterschaft die österreichische Fußball-Nationalmannschaft trainieren. Der 67 Jahre alte Coach soll die Österreicher zur Europameisterschaft 2028 führen, wie der Verband mitteilte. Bei einer erfolgreichen Qualifikation für die EM in Großbritannien und Irland verlängert sich Rangnicks Vertrag automatisch für das Turnier.Rangnick ist seit Sommer 2022 Teamchef des Austria-Teams und qualifizierte sich mit der Alpenrepublik für die EM 2024 und die aktuelle WM. Diese beginnt für die ÖFB-Elf, die in Santa Barbara (Kalifornien) quartiert, am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr (MESZ) gegen Jordanien (im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei Magenta TV).„Ich freue mich sehr, dass wir unseren Fans kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft diese großartigen Nachrichten präsentieren können“, sagte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll laut einer Mitteilung. „Die nun geschaffene Klarheit ist insbesondere für die Mannschaft von großer Bedeutung.“ (dpa)Florian ErbeWerder Bremens Abwehrspieler Yukinari Sugawara hat vor dem WM-Start mit Japan die großen Ambitionen deutlich zum Ausdruck gebracht. „Wir sind hergekommen, um Weltmeister zu werden. Wir sind nicht zum Spaß hier. Wir wollen Geschichte schreiben“, sagte Sugawara am Samstag nach einer Trainingseinheit in Dallas: „Wir müssen bereit sein. Wir müssen kämpfen und für unser Land, unsere Familien und unsere Fans in Japan spielen“, sagte Sugawara.Die Japaner starten am Sonntag in Arlington/Texas gegen die Niederlande (22.00 Uhr MESZ, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei MagentaTV) in das Turnier. Die Elftal schätzt Sugawara als „ziemlich gute Mannschaft“ ein, man müsse sich „in jeder Hinsicht vorbereiten – mental, körperlich und auch taktisch. Es wird wirklich hart werden. Aber wir sind bereit. Bei einer Weltmeisterschaft gibt es keine einfachen Spiele.“Japan nimmt zum achten Mal in Folge an einer WM teil. Bisher kam das Team aber nie über das Achtelfinale hinaus. In der Vorbereitung überzeugte Japan mit Siegen gegen Brasilien und England, die vergangenen sechs Spiele wurden gewonnen. Weitere WM-Gegner in der Gruppe F sind Schweden und Tunesien. (sid)Florian ErbeFrankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat mit Nachdruck vor einer zu hohen Belastung für Profifußballer gewarnt. „Die Alarmglocken läuten seit Längerem. Der Kalender war für einen Top-Spieler schon immer überladen, jetzt kommen noch mehr Partien dazu. Allein an der WM nehmen 48 Mannschaften teil, es gibt zusätzliche Wettbewerbe wie die Klub-Weltmeisterschaft“, sagte er der Welt am Sonntag: „Die Gefahr eines Burnouts ist deshalb nicht wegzudiskutieren.“Bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sind erstmals 48 Mannschaften dabei, FIFA-Präsident Gianni Infantino liebäugelt aber bereits mit einer weiteren Erhöhung der Teilnehmerzahl. Auch auf Vereinsebene stieg die Belastung: Durch die Reform der Champions League kamen weitere Spiele hinzu, auch die Klub-WM im vergangenen Sommer war für zahlreiche Spieler intensiv.„Die Erholungsphasen für die Spieler werden kürzer, aber auch die Vorbereitungsphasen auf ein Turnier“, sagte Deschamps: „Mittlerweile kann man berechnen, wie es um die körperliche Müdigkeit eines Spielers bestellt ist. Was aber nicht messbar ist: Wie geht es der Psyche eines Spielers? Und die spielt eine wichtige Rolle im Fußball.“Vizeweltmeister Frankreich startet am Dienstag (21.00 Uhr MESZ) gegen Senegal in die WM. Das Team mit den Offensivstars Kylian Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé gehört zu den Top-Favoriten auf den Titel. (sid)Florian ErbeFlorian ErbeUS-Präsident Donald Trump hat der Nationalmannschaft seines Landes zu ihrem Auftaktsieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an das Team USA zu seinem bedeutenden Sieg, 4:1, gegen eine sehr gute paraguayische Mannschaft“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Macht weiter so!“Dem Ko-Gastgeber USA ist zum WM-Auftakt gegen Paraguay am Freitag mit einem 4:1 (3:0) ein überzeugender Sieg gelungen. Damit etablierte sich das Team sofort als Favorit in seiner Gruppe D. Außer Paraguay bekommt es die US-Nationalmannschaft noch mit Australien und der Türkei zu tun.Trump selbst war nicht zu dem Spiel in die Arena südlich von Los Angeles gereist – stattdessen verfolgte dort sein Außenminister Marco Rubio die Partie. (dpa) Florian ErbeSie feiern in Schottenröcken und mit viel Bier, spielen Dudelsack und verteilen sich über die ganze Stadt: Tausende Fans der schottischen Fußball-Nationalmannschaft haben Boston vor dem WM-Auftakt gegen Haiti geflutet und in eine riesige Partyzone verwandelt. „Boston wird zum Mini-Schottland“, titelte unter anderem der TV-Sender "BBC".In Foxborough unweit von Boston eröffnen die „Bravehearts“ am Sonntag (3.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und MagentaTV) ihre WM-Mission gegen den Karibikstaat Haiti. Auch das Vorrundenspiel gegen Marokko findet dort statt. Weiterer Gegner ist Brasilien. Schottland kehrt nach 28 Jahren auf die WM-Bühne zurück und will erstmals in seiner Verbandsgeschichte in die K.o.-Phase einziehen. Rund 30.000 Schotten sollen Berichten zufolge für das WM-Spiel nach Boston gereist sein. Fanartikel der Boston Red Sox sind im Stadtbild kaum noch zu sehen – stattdessen dominieren schottische Trikots. Und auf den Straßen scheint inzwischen fast jede zweite Person einen Kilt zu tragen. Selbst aus den Fenstern hängen unzählige Flaggen der Nordeuropäer. Gefühlt aus jeder Kneipe schallt es „No Scotland, no Party“ (Kein Schottland, keine Party). „Ich habe heute bereits mit Anwälten und Richtern gesprochen. Sie erzählten mir, dass sie im Gerichtsgebäude wegen des Lärms draußen nichts hören konnten – verursacht durch die Tartan Army“, sagte die Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, der BBC. Als Tartan Army werden die Fans der schottischen Fußball-Nationalmannschaft bezeichnet. Schon bei der EM 2024 in Deutschland hatten die Anhänger für prächtige Stimmung gesorgt. (dpa)Florian ErbeMit Rückkehrer Manuel Neuer und allen anderen Stars aus dem 26er-Kader hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Abschlusstraining für den WM-Auftakt bestritten. Der 40 Jahre alte Keeper dürfte damit am Sonntag (19.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und MagentaTV) in Houston gegen Außenseiter Curacao wie geplant im deutschen Tor stehen.Die Einheit im DFB-Quartier in Winston-Salem begann am Samstagmorgen um 10.13 Uhr Ortszeit mit leichter Verzögerung. Ersatztorwart Alexander Nübel war der Erste auf dem Platz. Es war mit knapp 30 Grad abermals heiß, die wenigen Wolken spendeten höchstens wenige Minuten Schatten. Am Platz standen erneut spezielle Ventilatoren mit kühlendem Wasserdampf bereit, dazu ein Pavillon für Besprechungen an der Taktiktafel. Auch gab und gibt es für die Spieler zu den Trainings Kühlwesten, einige übten mit über die Schultern gekrempelten Ärmeln.Neuer hatte sein 124. und bislang letztes Länderspiel beim Viertelfinalaus bei der Heim-EM 2024 gegen den späteren Europameister Spanien (1:2 n.V.) bestritten. Danach war er aus der Nationalelf zurückgetreten, zur WM jetzt aber von Bundestrainer Julian Nagelsmann zurückgeholt worden. Mit dem Curacao-Spiel wird er zum ältesten deutschen Nationalspieler der Geschichte.In der Raumfahrerstadt Houston hofft die DFB-Auswahl nach den beiden verhängnisvollen Auftaktniederlagen 2018 und 2022 auf einen Raketenstart ins Turnier. „Wir wollen uns die Sicherheit und das Vertrauen holen, dass in dem Turnier was möglich ist“, sagte Nagelsmann.Nach dem Abschlusstraining auf dem Gelände der renommierten Wake Forest University geht es für den viermaligen Weltmeister in einem von der FIFA organisierten Charterflieger vom Smith Reynolds Airport Richtung Spielort – begleitet von den besten Wünschen des Bundeskanzlers. „Ganz Deutschland hält euch die Daumen! Hier fiebern alle mit!“, hatte Friedrich Merz per Videotelefonat übermittelt. (sid)Die Polizei von Toronto hat im Rahmen des WM-Spiels zwischen Kanada und Bosnien-Herzegowina (1:1) zwei Deutsche festgenommen und auf Körperverletzung an Beamten angeklagt. Laut Bericht soll es am Freitag rund 40 Minuten vor Anpfiff im Stadion zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, bei der Polizisten beworfen wurden. Zwei erlitten dabei leichte Verletzungen. Die Deutschen, 27 und 25 Jahre alt, sollen demnach einer bosnischen Fangruppe angehören. Beide müssen noch am Samstag um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) vor dem Toronto Regional Bail Centre erscheinen. Auf dem Platz hatte Jovo Lukic (21.) Bosnien-Herzegowina in Führung gebracht. In der zweiten Halbzeit rettete Cyle Larin (79.) dem Ko-Gastgeber immerhin den ersten Punkt bei einer WM. (sid)Die ghanaische Regierung hat gegen die verweigerte Einreise des Fußball-Nationalspielers Thomas Partey nach Kanada Protest eingelegt. In einer Erklärung hieß es, dass die Regierung „starke Vorbehalte“ habe „angesichts der willkürlichen und äußerst ungerechten Entscheidung Kanadas, einen Antrag auf befristete Aufenthaltsgenehmigung“ für ihren Spieler abzulehnen. Man betreibe nun „aktive diplomatische Bemühungen“ gegenüber kanadischen Vertretern und hoffe, die Entscheidung rückgängig machen zu können.„Die Entscheidung beruht offenbar auf einem im Vereinigten Königreich anhängigen Strafverfahren, das bislang weder zu einer Verurteilung noch zu einer gerichtlichen Feststellung der Schuld geführt hat“, teilte die Regierung mit, die am 11. Juni eine offizielle Protestnote an das kanadische Außenministerium übermittelte. Partey, der am 17. Juni in Toronto mit seiner Mannschaft gegen Panama in die WM starten sollte, war im Juli 2025 in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden. Der Mittelfeldspieler des FC Villarreal bestreitet die Vorwürfe.„Die Regierung von Ghana bekräftigt den grundlegenden Rechtsgrundsatz der Unschuldsvermutung, einen Eckpfeiler der Gerechtigkeit“, hieß es weiter: „Ghana respektiert zwar das souveräne Recht Kanadas, seine Einwanderungsgesetze durchzusetzen, ist jedoch der Ansicht, dass die Heranziehung unbewiesener Vorwürfe ohne gerichtliche Entscheidung grundlegende Fragen hinsichtlich Fairness und Verhältnismäßigkeit aufwirft.“ Man werde „alle verfügbaren Rechtsmittel prüfen und ausschöpfen, um eine umfassende und faire Prüfung aller Sachverhalte sicherzustellen“.Partey war vor einem Jahr von der britischen Staatsanwaltschaft wegen mutmaßlicher Vergewaltigung in fünf Fällen und eines sexuellen Übergriffs angeklagt worden; die mutmaßlichen Straftaten sollen sich zwischen 2021 und 2022 ereignet haben. Im Februar war er erneut wegen zweifacher Vergewaltigung angeklagt worden, woraufhin er erneut auf nicht schuldig plädierte.Auf der Website der kanadischen Regierung heißt es: „Wenn Sie eine Straftat begangen haben oder verurteilt wurden, kann Ihnen die Einreise nach Kanada verweigert werden.“ Partey ist zwar angeklagt, ein Urteil gibt es aber noch nicht. Der Termin für die Verhandlung wurde vom Richter zuletzt auf den 2. November 2026 festgelegt.Partey war Anfang Juni in den Kader seines Landes für die WM berufen worden. Am 4. Juni traf er mit seinen Teamkollegen in Washington D.C. ein, am Freitag reiste das Team zu seinem Trainingslager in Rhode Island. In den zwei weiteren Gruppenspielen gegen England (23. Juni) und Kroatien (27. Juni) wird er dagegen wohl spielen können, da diese in den USA stattfinden. (sid)Der englische Schiedsrichter Michael Oliver kann wegen einer Verletzung nicht das WM-Spiel der deutschen Gruppengegner Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) und Ecuador in der Nacht zu Montag (1.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) leiten.Wie der Weltverband FIFA mitteilte, kommt stattdessen in Philadelphia das französische Gespann um Francois Letexier zum Einsatz.Zur Art der Verletzung Olivers machte die FIFA keine Angaben, der 41-Jährige soll „in den kommenden Tagen“ aber wieder einsatzfähig sein. Oliver war bereits bei der WM 2022 dabei, damals leitete er unter anderem das Viertelfinalspiel, in dem sich Kroatien gegen Brasilien durchsetzte. (sid)Leichenfund in Tijuana: Die mexikanische Polizei hat einen verwesten Körper in einem Auto gefunden, das unmittelbar in der Nähe des Trainingsplatzes der iranischen Fußball-Nationalmannschaft geparkt war. Das berichten Reporter der Nachrichtenagentur AFP. Demnach haben die Beamten die Leiche im Kofferraum eines an einem Supermarkt geparkten SUV mit kalifornischem Kennzeichen gegenüber des Estadio Caliente gefunden. Dort trainiert die Mannschaft Irans, nachdem sie ihr Camp wegen des Krieges mit den USA wenige Wochen vor Start der Weltmeisterschaft aus Arizona in die mexikanische Grenzstadt verlegt hatte. „Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden sie im Kofferraum eine in einen schwarzen Sack gewickelte Person, die Spuren von Gewalt aufwies“, sagte ein Polizeisprecher.Tijuana gilt als gefährliche Stadt. Laut offizieller Statistik wurden dort im Jahr 2025 mehr als 1200 Morde verzeichnet. Der Konvoi der iranischen Mannschaft habe das Trainingsgelände wenige Minute nach dem Fund der Leiche verlassen, der Verband ließ eine AFP-Anfrage bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen zunächst unbeantwortet. (sid)Das kleinste Land bei der WM – mit einem sehr bekannten Trainer: Curaçao ist Deutschlands erster Gruppengegner und will es der DFB-Elf schwer machen. Sabrina FrangosUSA überzeugen zum WM-Start: „War eine traumhafte Nacht“Doppeltorschütze Folarin Balogun dachte nach dem höchsten WM-Sieg einer US-Herren-Nationalmannschaft und der überzeugenden Auftakt-Party schnell an das ganz große Ziel bei dieser Fußball-WM: Den Titel. 4:1 (3:0) gewannen die Co-Gastgeber ihren Start gegen Paraguay und etablierten sich sofort als Favorit in ihrer Gruppe D. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Österreich verlängert mit Ralf Rangnick als Cheftrainer | FAZ
Deutscher Trainer bleibt bis mindestens 2028 +++ DFB-Team mit Neuer im Abschlusstraining +++ Schiedsrichter fällt verletzt aus +++ Ghana protestiert im Fall Partey +++ Leichenfund neben Irans Trainingsplatz +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.
Ralf Rangnick (67 Jahre, seit 2022 Teamchef Österreichs) verlängert seinen Vertrag bis zur EM 2028 nach erfolgreicher Qualifikation zur WM 2026. Die Vertragssicherheit gibt der Mannschaft Planungssicherheit und stabilisiert das von Rangnick etablierte Entwicklungsprojekt.









