Ein Team um den Geologen Benedikt Ritter-Prinz von der Universität zu Köln hat herausgefunden, dass die Atacama-Wüste in Chile deutlich älter ist als bislang angenommen. Wie in einer im Wissenschaftsmagazin Nature Communications veröffentlichten Studie zu lesen ist, begann die extreme Austrocknung der Region bereits im Erdzeitalter des Eozäns vor mehr als 40 Millionen Jahren.Anzeige
Eine kosmische Stoppuhr im Wüstensand
Bisherige Annahmen gingen davon aus, dass primär die Hebung der Anden und der kalte Humboldtstrom vor etwa 23 Millionen Jahren für die enorme Trockenheit verantwortlich waren. Die neuen Erkenntnisse basieren hingegen auf der Untersuchung von Quarzklasten, in denen sich durch ununterbrochene kosmische Strahlung das Isotop Neon-21 anreichert.
Da starke Regenfälle oder fließendes Wasser diese Gesteine abwaschen oder transportieren würden, dient die hohe Konzentration des Isotops als verlässlicher Indikator für eine extrem lange Verweildauer an der Oberfläche. Die Messwerte belegen eine kontinuierliche Bestrahlung von bis zu 62 Millionen Jahren, was die bisherigen geologischen Modelle zur Entstehung der Wüste grundlegend infrage stellt.Anzeige
Planetare Abkühlung als Ursache









