Die Zukunft kommt nicht mit einem Knall. Sie schleicht sich ein – über Apps, Algorithmen und Geräte, die uns versprechen, das Leben einfacher, schneller, effizienter zu machen. In Joscha Doumas neuem Kinofilm „Cyberpunk Romance“ ist dieser Prozess noch etwas weiter fortgeschritten als in unserer Gegenwart: Eine anarchistische Hackertruppe lädt sich mit entwendeter Technologie Fremdsprachen direkt ins Hirn, verkabelt Menschen miteinander und experimentiert mit künstlich erzeugten Rauschzuständen. Die Grenze zwischen Mensch und Maschine wird dabei durchlässig. Doch je enger die Verbindung, desto drängender die Frage: Wer steuert eigentlich wen?Inmitten einer Welt aus Neonlicht, Neurotechnologie und digitaler Verheißung erzählt „Cyberpunk Romance“ in seinem Kern aber auch von etwas Altbekanntem: der Liebe. Als Milo (Jannik Schümann) in ein „neurotechnisches Koma“ fällt, wagt seine Freundin Mona (Naemi Florez), die bislang den genannten cyborghaften Technologien kritisch gegenüberstand, den gefährlichen Sprung direkt in Milos Bewusstsein. Die Rettungsmission wird dabei zur Reise durch die Schattenseiten einer Zukunft, die sich Fortschritt auf die Fahnen geschrieben hat und doch neue Formen von Abhängigkeit, Manipulation und Kontrollverlust hervorbringt.Der sehr sehenswerte Film richtet seinen Blick aber weniger auf Maschinen als auf die Verletzlichkeit des Menschen. Wo endet das Ich, wenn Erinnerungen, Gefühle und Gedanken vernetzt werden können? Und was bleibt von einer Beziehung, wenn selbst das Innere eines Menschen per Technologie zugänglich wird? Wir rufen bei Jannik Schümann an, um mehr darüber zu erfahren, wie er privat über diese großen Fragen denkt, die uns alle und unsere wohl gar nicht mehr so ferne Zukunft angehen.
Jannik Schümann im Interview: „Ich liebe den Kotti - für mich ist er ein Ort der Vielfalt“
„Cyberpunk Romance“ heißt der neue Sci-Fi-Liebesfilm mit Jannik Schümann. Ein Gespräch über digitale Chancen und Gefahren, Schümanns Bücher-Podcast und das Berlin der Zukunft.








