Stand: 13.06.2026 • 09:54 Uhr

Militärmusik und Sanitätsdienst - bis vor 25 Jahren war das die Realität für Frauen in der Bundeswehr. Heute stehen ihnen alle Bereiche offen. Wie läuft es für die Soldatinnen? Fühlen sie sich angekommen?

"Achtung, Gefecht!", kommandiert Jana. Die 29-Jährige sitzt hinten rechts auf dem Kommandantenplatz einer Panzerhaubitze 2000. Für das Geschütz, das aussieht wie ein übergroßer Panzer, und seine insgesamt fünfköpfige Besatzung trägt Jana die Verantwortung. Wenn sie den Befehl zum Feuern bekommt, muss sie dafür Sorge tragen, dass ihre Haubitze das Ziel in bis zu 40 Kilometern Entfernung trifft.

An diesem Tag kommt der Geschützdonner aber nur aus dem Lautsprecher. Jana, bei der die Bundeswehr auf dem Vornamen besteht, und ihre Besatzung üben im Simulator. Dafür wird eine echte Panzerhaubitze in eine spezielle Halle gefahren, mit einem anderen Rohr versehen und mit Computern und Kameras verkabelt. Routinetätigkeiten können die Soldaten so immer wieder üben - und das kostengünstig. Die Handgriffe müssten schließlich sitzen, sagt Jana. Sie dient im Panzerartilleriebataillon 131 in Weiden in der Oberpfalz. Als sie vor bald zehn Jahren Soldatin wurde und zur Artillerie kam, hatte sie großen Respekt vor all der Technik.