Stand: 13.06.2026 • 09:11 Uhr
Mehr als 2.500 wohnungslose Menschen wurden im vergangenen Jahr Opfer einer Straftat. Die Zahl ist deutlich gestiegen. Doch die Aufklärungsquote ist niedriger als sonst üblich - und die Dunkelziffer dürfte hoch sein.
In Deutschland werden immer mehr Obdachlose Opfer von Straftaten. Im vergangenen Jahr wurden 2.563 Vorfälle gemeldet - das waren 17 Prozent mehr als im Jahr davor. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Zunächst hatte die Rheinische Post darüber berichtet.
Demnach richteten sich mehr als 2.000 Fälle gegen wohnungslose Männer, in gut 500 Fällen waren Frauen betroffen.
Am häufigsten seien Obdachlose in Berlin (592 Fälle) zu Opfern geworden, gefolgt von Bayern mit 492 Straftaten und Nordrhein-Westfalen mit 310 gemeldeten Vorfällen. Laut den Polizeilichen Kriminalstatistiken seien bundesweit neun wohnungslose Menschen bei gewalttätigen Angriffen getötet.










