PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgFreiraum Kunst: Ausstellung im Schloss Bellevue öffnetStand: 03:34 UhrLesedauer: 2 MinutenSchloss Bellevue wird für zwei Wochen zur Kunstgalerie.Quelle: Annette Riedl/dpaBevor Schloss Bellevue für mehrere Jahre saniert wird, verwandelt es sich in eine Kunstgalerie. Nun öffnet sie für Besucher - mit einem Appell des Hausherrn.Schloss Bellevue verwandelt sich für zwei Wochen in eine Pop-up-Galerie. Heute (10.00) wird im Amtssitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst für die Öffentlichkeit geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos, Besucher brauchen aber ein Zeitfensterticket. Das Schloss wird Anfang Juli für mehrjährige Sanierungsarbeiten geschlossen. In den schon leeren Räumen zeigen mehr als 20 Mitglieder der Akademie der Künste ihre Werke.
Darunter ist etwa ein nächtlicher SOS-Hilferuf, eine Lichtinstallation des Künstlers Bjørn Melhus. Steinmeier selbst wird für die Besucher der Ausstellung als Miniatur zu sehen sein, als Werk der Künstlerin Karin Sander. Ein Bild von El Bocho trägt den Titel «Die Bundespräsidentin». Der oder die Nachfolgerin von Steinmeier wird am 30. Januar kommenden Jahres gewählt.Steinmeier: Freiheit der Kunst verteidigenDie Ausstellung in Bellevue trägt den Titel «Freiraum Kunst». Als Amtssitz des Bundespräsidenten sei das Schloss immer ein offenes Schloss gewesen, sagte Steinmeier bei der abendlichen Vernissage mit Blick auf Bürgerfeste, Konzerte, Kulturabende und Diskussionsforen. Die offene und demokratische Atmosphäre soll nun mitgenommen werden an den neuen Amtssitz am Spreebogen, das Ausweichquartier.Die Ausstellung erinnert laut Steinmeier daran, dass die liberale Demokratie die Freiheit der Kunst garantiere. «Aber sie erinnert uns auch daran, dass es an uns ist, diese Freiheit Tag für Tag und immer wieder aufs Neue zu verteidigen.» Damit meine er die Verantwortlichen in der Politik ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger. «Wir alle sind es, die den Freiraum Kunst schützen müssen, wo und von wem auch immer er angegriffen wird. Tun wir es also.»dpa-infocom GmbH













