Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück schlägt perspektivisch eine neue Herangehensweise im Umgang mit der AfD vor. Der Sozialdemokrat sagte im Podcast »Ronzheimer« mit Blick auf die von der AfD vertretenen Positionen, dass er die sogenannte Brandmauer »auf absehbare Zeit« für notwendig erachte.

Der ehemalige NRW-Ministerpräsident warf zugleich die Frage auf, wie eine »gewisse Veränderung der AfD im politischen Spektrum in Richtung auf eine rechtskonservative Position« veranlasst werden könnte.Kooperation nur unter BedingungenSteinbrück schlug in dem Podcast von »Bild«-Vize Paul Ronzheimer vor, rote Linien zu definieren auf den unterschiedlichen politischen Gebieten, wo man sage: »Solange ihr euch da nicht verlässlich drauf einlasst, solange ist definitiv keine Kooperation, keine Duldung möglich.«

Steinbrück verwies dabei auf Vorstöße des Historikers Andreas Rödder, einst Vorsitzender der CDU-Grundwertekommission, zum Umgang mit der AfD. Dieser hatte für eine »konditionierte Gesprächsbereitschaft diesseits der 'Brandmauer'« plädiert. Es sei einen Versuch wert, das Gespräch zu suchen, wenn »die AfD rote Linien einhält und sich klar von rechtsextremen Positionen und Figuren abgrenzt«, sagte Rödder im vergangenen Jahr dem »Stern« – mehr dazu hier.