PfadnavigationHomePolitikAuslandNahost-KriegAbkommen mit USA steht laut Iran „kurz vor Abschluss“ – Außenminister warnt Israel vor SabotageStand: 00:07 UhrLesedauer: 4 MinutenDie milliardenschwere Bewertung von Elon Musks Raumfahrtkonzern sorgt für Diskussionen. Auch das zeitgleiche Iran-Abkommen von Donald Trump und das perfekte Timing werfen Fragen auf. Dietmar Deffner spricht mit Tech-Investor Thomas Rappold über Musks Pläne und die Erwartungen der Anleger.Pakistanischen Angaben zufolge gibt es eine Endfassung für eine Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran. Auch Teheran bestätigt, dass ein Abkommen bevorstehe. Außenminister Abbas Araghtschi nennt vermeintliche Details – und spricht eine Warnung an Israel aus.Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt“, erklärte Sharif am Freitag im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun „eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen“, fügte er hinzu.Auch der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich optimistisch gezeigt. „Sobald die letzten Phasen unserer Verhandlungen abgeschlossen sind, wird dieses Abkommen unterzeichnet und bekanntgegeben“, sagte Araghtschi am Freitagabend im iranischen Staatsfernsehen. Die Unterzeichnung des Abkommens werde „zunächst digital“ erfolgen, kündigte Araghtschi an. „Jede Seite wird remote unterschreiben. Danach wird bekanntgegeben, dass diese Vereinbarung von beiden Parteien unterzeichnet worden ist“, führte der Außenminister aus. „Das könnte in den kommenden Tagen passieren.“ Er sei „sehr zuversichtlich“.Ein aktueller Entwurf für ein Abkommen zwischen Teheran und Washington sehe die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor, erklärte der iranische Chefdiplomat. „Die Seeblockade muss vollständig aufgehoben werden“, sagte er. „Das ist der erste Punkt, der in dem Abkommen erwähnt wird.“Zudem behandelt der Entwurf Araghtschi zufolge die strategisch wichtige Straße von Hormus. „Der Iran hat die feste Entscheidung getroffen, dass die Verwaltung der Straße von Hormus nicht mehr so sein wird wie zuvor“, sagte er. Diesbezüglich würden weiterhin Gespräche mit Oman geführt.Araghtschi warnt IsraelHinsichtlich der Frage des iranischen Atomprogramms erklärte Araghtschi, Einzelheiten würden innerhalb einer Frist von 60 Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung erörtert werden. „Unsere Position war stets, dass der einzige Weg, mit dem Vorrat an angereichertem Material umzugehen, darin besteht, ihn innerhalb des Iran zu verdünnen“, sagte er mit Blick auf angereichertes Uran im Iran.Lesen Sie auchDer iranische Außenminister warnte außerdem vor Versuchen Israels, ein mögliches Abkommen zwischen Teheran und Washington zu sabotieren. Die israelische Regierung suche nach Vorwänden, um das Abkommen zu „torpedieren“.Zuvor hatte Araghtschi auf X mitgeteilt, dass „die Absichtserklärung von Islamabad noch nie so kurz vor dem Abschluss stand.“ Araghtschi bezog sich auf die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Anfang April. Damals hatte eine Delegation aus Washington, angeführt von Vizepräsident JD Vance, mit dem iranischen Außenminister und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf über ein Kriegsende gesprochen. Das zweitägige Treffen endete unter pakistanischer Vermittlung jedoch ohne Durchbruch.US-Präsident Donald Trump hatte dem zuvor Iran vorgeworfen, Falschinformationen über mögliche Verabredungen mit den USA zu verbreiten. Bedingungen für ein mögliches Rahmenabkommen, die das Land durchgestochen habe, hätten „NICHTS“ mit dem zu tun, was vereinbart worden sei, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Worauf er sich genau bezog, blieb unklar. Trump nannte keine Details und sprach von „unehrenhaften“ Leuten, mit denen man es zu tun habe. „Sie sollten sich besser zusammenreißen – und zwar SCHNELL!“, drohte er.„Die den Lügenmedien zugesteckten Bedingungen haben nichts mit den Punkten zu tun, denen wir schriftlich zugestimmt haben“, erklärte Trump dazu. Die Aussagen aus dem Iran seien „schwach und erbärmlich“. „Es ist unmöglich, mit ihnen in gutem Glauben zu verhandeln“, fügte er hinzu.Lesen Sie auchDer US-Präsident schrieb außerdem von einem angeblich abgewehrten versuchten Drohnenangriff des Iran auf indische Schiffe, als diese in der vergangenen Nacht die Straße von Hormus verlassen hätten – das sei „ABSOLUT INAKZEPTABEL“.Am Donnerstag hatte Trump erneut Hoffnungen auf die Unterzeichnung eines möglichen Rahmenabkommens zwischen dem Iran und den USA geweckt. Er brachte dafür vage dieses Wochenende, vielleicht in Europa, ins Spiel. Er gehe davon aus, dass der neue oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, die Vereinbarung persönlich abgesegnet habe, sagte Trump. „So wie ich es verstehe, ist die Antwort ja.“ Auch Iran hatte berichtet, dass die „Grundzüge des aktuellen Textes“ derzeit fertiggestellt würden.Seit Wochen wird um eine solche Verabredung gerungen, die vertiefte Verhandlungen um ein mögliches Ende des Krieges nach sich ziehen würde. Am 28. Februar hatten die USA und Israel den Krieg gegen Iran begonnen. Seit April gilt eine Waffenruhe, es kam zuletzt aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.dpa/AFP/luwi/nw/doli
Nahost-Krieg: Abkommen laut Iran „kurz vor Abschluss“ – Warnung an Israel vor Sabotage - WELT
Pakistanischen Angaben zufolge gibt es eine Endfassung für eine Friedensvereinbarung zwischen den USA und Israel. Auch der Iran bestätigt, dass ein Rahmenabkommen kurz bevorstehe. Zuvor hatte Trump Teheran scharf attackiert und der Verbreitung von Falschinformationen bezichtigt.
Pakistan und Iran bestätigen finales Friedensabkommen USA-Iran; digitale Unterzeichnung in den kommenden Tagen geplant. Geopolitische Deeskalation senkt Supply-Chain-Risiken für Halbleiter und Tech-Infrastruktur; reduziert regulatorische Unsicherheit in internationalen Märkten.










