Eddie steht an einem weißen Wagen vor der breiten Glasfassade und greift zum Eisportionierer. Es ist seine erste Schicht an der Berliner Karl-Marx-Allee. Die Kugeln, die er aus den Edelstahlbehältern schält und in die Waffeln drückt – einmal Erdbeere für den Reporter, einmal Mokka für die Fotografin – sind die ersten Eiskugeln, die er in seinem Leben portioniert. Sie geraten vollkommen rund. Eddie lächelt.
Nach zweiwöchiger Pause: Warum die Mokka-Milch-Eisbar diesmal ruhiger startet
Nach zweiwöchiger Schließung kehrt die legendäre Mokka-Milch-Eisbar an diesem Freitag zurück. Bereits Ende Mai hatten Natacha und Alex Neumann, die neuen Pächter des denkmalgeschützten Gebäudes, erstmals die Türen geöffnet. Die Presse hatte ausgiebig berichtet, die Erwartungshaltung in der ganzen Stadt war groß.„Gefühlt ganz Berlin ist gekommen“, erinnert sich Natacha Neumann. Hunderte drängten sich um den Pavillon, eine Schlange wickelte sich um das gesamte Gebäude. Der Ansturm war letztlich zu groß für die frisch angelaufenen Betriebsabläufe. Hinzu kamen technische Schwierigkeiten mit den Geschirrspülern und der Kaffeemaschine, und auch das Personal reichte für diese unerwartete Menge an Gästen nicht aus.Die Neumanns zogen die Reißleine und schlossen den Betrieb nach wenigen Tagen wieder, um Abläufe zu optimieren und die Technik zu reparieren. Heute, an diesem wolkigen Freitag der erneuten Eröffnung, läuft der Neustart deutlich ruhiger ab. Es ist bei Weitem nicht so voll wie beim ersten Versuch. „Der Ansturm hält sich bisher in Grenzen“, sagt Natacha Neumann. „Es ist gerade die perfekte Menge von Leuten, um wieder reinzukommen.“ Vielleicht 50 Gäste verteilen sich entspannt auf Café und Restaurant.








