Berlin will die Regenbogenhauptstadt der Welt werden: Der Berliner CSD e. V. hat offiziell seine Bewerbung für den WorldPride 2032 angekündigt. Das zweiwöchige queere Großevent soll Millionen von Menschen und hohe Tourismuseinnahmen in die Spree-Metropole locken. Doch das millionenschwere Megaprojekt ist für die Community kein reines Event zum Feiern – es soll ein politischer Hebel sein, um dringend notwendige Investitionen in queere Schutzräume, Bildungsangebote und die Infrastruktur der Stadt zu sichern. Im exklusiven Interview spricht CSD-Vorstandsmitglied Thomas Hoffmann über den harten Weg zum „Bidbook“, die Unterstützung der Berliner Wirtschaft und die Herausforderungen einer schrumpfenden gesellschaftlichen Akzeptanz. Angesichts steigender Hasskriminalität und des Umfragehochs der AfD warnt Hoffmann vor einem politischen Rückschritt: Die queere Community müsse jetzt aktiv aufstehen, um hart erkämpfte Rechte zu verteidigen. Herr Hoffmann, Sie sind seit zwei Jahren im Vorstand des CSD, was war Ihre Motivation, dieses Ehrenamt zu übernehmen? Wir erleben einen gesellschaftlichen Wandel. Wir sind das erste Mal in einer Situation, in der wir unsere bestehenden Rechte verteidigen müssen und nicht dafür kämpfen, neue zu bekommen. Die Luft wird jetzt dünner und die Unterstützung nicht mehr automatisch immer stärker. Wir müssen jetzt wirklich mal wieder aufstehen, um das zu verteidigen, was wir eigentlich schon haben. Das war für mich so ein bisschen der „Wake-up-Call“, mich beim CSD zu engagieren.
WorldPride 2032 in Berlin: „Wir müssen aufstehen und verteidigen, was wir haben“
Der Berliner CSD bewirbt sich um das wohl weltgrößte Pride-Event. Vorstandsmitglied Thomas Hoffmann im Interview über Millionen-Kosten, die Berliner Wirtschaft und warum die Community jetzt aufstehen muss.










