Queere Sichtbarkeit im Pride Month: Jeder CSD ist auch eine Demonstration

In Deutschland gibt es immer mehr Christopher Street Days. Das ist bemerkenswert. Denn niemand organisiert einen CSD, weil es besonders bequem wäre.

2026: 1.000 Menschen waren beim CSD in Eberswalde, begleitet von einem Polizeiaufgebot gegen 50 Neonazis

Patrick Pleul/dpa

J uni ist Pride Month – und Jahr für Jahr wird dieser Monat gefährlicher. Denn während in immer mehr Städten Regenbogenfahnen gehisst werden, müssen Christopher Street Days gleichzeitig immer häufiger unter Polizeischutz stattfinden. Rechtsextreme mobilisieren gegen CSDs, bedrohen Teilnehmende, organisieren Gegendemonstrationen und greifen Veranstaltungen an. Fast jeder zweite CSD in Deutschland war 2025 von Angriffen, Störungen oder Einschüchterungsversuchen betroffen. Besonders stark traf es Ostdeutschland.