Im Bundesstaat Alabama : Oberstes US-Gericht stoppt Hinrichtung per Stickstoff in letzter Minute12.06.2026, 14:10Lesezeit: 1 Min.Am Donnerstag sollte ein in Alabama zu Tode verurteilter Mann hingerichtet werden. Doch der Oberste Gerichtshof schritt in letzter Minute ein.In letzter Minute hat der Oberste Gerichtshof der USA die geplante Hinrichtung eines zum Tode Verurteilten im Bundesstaat Alabama per Stickstoff gestoppt. Nach Angaben des Supreme Court in Washington fiel die Entscheidung am Donnerstag nicht einstimmig: Drei der neun Richter waren demnach abweichender Meinung. Ein solcher juristischer Schritt in letzter Minute kommt äußerst selten vor.Der 49 Jahre alte Mann, der am Donnerstag hingerichtet werden sollte, war wegen des Mordes an zwei Menschen bei einem Raubüberfall im Jahr 1998 zum Tode verurteilt worden. Ein US-Bundesrichter untersagte am Dienstag das Anwenden von Stickstoff zum Vollstrecken des Todesurteils. Der im Südosten der USA gelegene Bundesstaat Alabama legte daraufhin beim Obersten Gerichtshof der USA per Eilantrag Berufung ein – was dieser nun ablehnte.Die Hinrichtung per Stickstoff-Inhalation haben Experten der UNO in der Vergangenheit als Form von „Folter“ kritisiert.In diesem Jahr wurden bereits 15 Todesurteile vollstrecktIn diesem Jahr wurden in den Vereinigten Staaten bislang 15 Todesurteile vollstreckt, davon acht in Florida, vier in Texas, zwei in Oklahoma und eines in Arizona. Im vergangenen Jahr waren 47 Menschen hingerichtet worden, die höchste Zahl seit 2009.Die in vielen Ländern geächtete Todesstrafe ist in 23 der 50 US-Bundesstaaten abgeschafft worden. In drei weiteren gilt ein Moratorium. US-Präsident Donald Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe. Das Justizministerium erklärte im April, die Todesstrafe für Schwerverbrecher auf Bundesebene ausweiten zu wollen. Dabei sollen als neue Hinrichtungsmethoden unter anderem Erschießungskommandos eingesetzt werden.