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Der Chefökonom: Schuldenbremse – warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Die Beratungen über eine Reform der Schuldenbremse sind festgefahren – kein Wunder, wenn Ideologien aufeinanderprallen und es eine optimale Staatsverschuldung nicht gibt.

Bert Rürup 12.06.2026 - 11:02 Uhr Artikel anhörenBert Rürup ist Chefökonom des Handelsblatts. Foto: Getty Images [M]Düsseldorf. Durch freie Wahlen legitimierte Politiker neigen dazu, in Haushaltsjahren oder allenfalls in Wahlperioden zu denken. Dies hat zur Folge, dass die Interessen künftiger Generationen oft nur unzureichend berücksichtigt werden. In der Verfassung verankerte Fiskalregeln können einen Beitrag leisten, diesem Umstand Rechnung zu tragen.So bestand vor gut zwei Jahrzehnten in Deutschland ein breiter, parteiübergreifender Konsens, künftigen Regierungen den Weg in eine immer höhere Staatsverschuldung durch eine grundgesetzlich verankerte Schuldenbremse zu verbauen.Diese Schuldenbremse billigte nach einer Übergangsfrist dem Bund nur noch eine jährliche, um konjunkturelle Schwankungen bereinigte Neuverschuldung in Höhe von 0,35 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt zu. Die Bundesländer sollten über den Konjunkturzyklus hinweg gänzlich auf neue Schulden verzichten.Ein Grundproblem solcher Regeln ist, dass sich weder ein optimales noch ein intergenerativ faires Budgetdefizit oder eine optimale Schuldenquote analytisch herleiten lassen. Die in den 1990er-Jahren im Maastricht-Vertrag verankerten drei Prozent für das Haushaltsdefizit resultierten aus einer einfachen Dreisatz-Rechnung, und die Obergrenze für die Staatsverschuldung von 60 Prozent in Relation zur gesamtwirtschaftlichen Leistung basiert auf den Mittelwerten der damaligen elf Euro-Kandidaten. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt