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Der Chefökonom: Die Suche nach Konsens ist keine Reformstrategie Die Sozialpartner sind zu schwach, um große politische Reformen mitzutragen. Daher muss die Regierung die Führung übernehmen – solange es für Reformen noch Mehrheiten im Bundestag gibt.

Bert Rürup, Axel Schrinner 19.06.2026 - 10:30 Uhr Artikel anhörenBert Rürup ist Chefökonom des Handelsblatts. Foto: Getty Images [M]Düsseldorf. Als im März 2003 das „Bündnis für Arbeit“ endgültig scheiterte, repräsentierten die Sozialpartner noch große Teile der Arbeitswelt. Der Organisationsgrad von Arbeitgebern und Gewerkschaften war damals weit höher als heute. So zählten die DGB-Gewerkschaften knapp 7,4 Millionen Mitglieder.Heute sind es – trotz deutlich gestiegener Beschäftigtenzahl – zwei Millionen weniger. Etwa die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse ist nicht tarifgebunden, 2003 galt dies für weniger als ein Drittel der Beschäftigten. Ähnlich wie die etablierten politischen Parteien haben die Verbände an Mitgliedern verloren – und damit an politischem Einfluss.Der Versuch von Union und SPD, die erforderlichen großen Reformen in einem Partei- und Verbändegrenzen überschreitenden Konsens zu lösen, war zum Scheitern verurteilt. Politische Führung lässt sich nicht an „runde Tische“ delegieren. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt