Es klingt wie das Drehbuch zu einem neuen „Jurassic Park“-Film, ist aber Realität auf dem internationalen Kunstmarkt: Im Auktionshaus Hôtel Drouot in Paris wurde am Donnerstag, dem 11. Juni, versucht, die weltweit erste Handtasche aus echtem T-Rex-Leder zu versteigern. Genauer gesagt handelt es sich um sogenanntes Zellularleder, gezüchtet aus Jahrmillionen alten Zellen.Die Erwartungen an dieses exklusive Sammlerstück waren gigantisch – unter einem astronomischen Startgebot von 300.000 Euro sollte hier eigentlich überhaupt nichts gehen. Doch am Ende gab es statt eines lauten Dino-Brüllens nur ein leises Winseln: Bei schlappen 150.000 Euro war im Saal wohl Schluss. Weil niemand mehr bieten wollte und der Mindestpreis nicht erreicht wurde, blieb das Urzeit-Accessoire unverkauft. Man könnte sagen: Der T-Rex ist an diesem Abend ein zweites Mal ausgestorben – vielleicht feiert er in weiteren 67 Millionen Jahren ein Comeback.
Die bessere Alternative zu veganem Leder: Eine Handtasche aus biotechnisch gezüchteten T-Rex-Zellen könnte den Luxusmarkt revolutionieren.
© VML
Modernes Forschungsdesign?
Hinter dem Projekt steckt eine Kooperation, die bereits 2025 in Amsterdam angekündigt wurde: Das Genomforschungsunternehmen The Organoid Company, das Biotechnologieunternehmen Lab-Grown Leather Ltd. und die Kreativagentur VML hatten sich das Ziel gesetzt, Leder eines ausgestorbenen Tieres im Labor zu erschaffen. Das Ergebnis kam nun nach einer sechswöchigen Ausstellung im Art Zoo Museum in der niederländischen Hauptstadt in Paris unter den Hammer.











