Der Hamburger Hafenlogistiker HHLA hat sich mit einer turbulenten Marathon-Hauptversammlung nach fast 19 Jahren von der Börse verabschiedet. Nach dem umstrittenen Einstieg der weltgrößten Containerreederei MSC bei dem Traditionskonzern vor rund eineinhalb Jahren votierte die virtuelle Hauptversammlung am Donnerstag dafür, dass der HHLA-Teilkonzern Hafenlogistik vom Kurszettel verschwindet.
Die Großaktionäre MSC und die Stadt Hamburg mit einem Anteil von über 95 Prozent der Anteile brachten die geplante Zwangsabfindung (Squeeze-Out) der verbliebenen Einzelaktionäre durch. Am Vorgehen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gab es zuvor harsche Kritik von Aktionärsvertretern. Sie reichten über 200 Fragen ein, die HV zog sich mit der Generaldebatte mehr als zehn Stunden hin.Kleinaktionäre würden „rausgeschmissen“„Heute ist ein trauriger Tag“, sagte Dirk Unrau von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz vor den Voten über die Zwangsabfindung wie auch über einen Entfall der Dividende für 2025. „Vorsichtig ausgedrückt würde ich dieses Verhalten als schäbig bezeichnen.“ Unter den Kleinaktionären seien viele Hamburger, die beim Börsengang im November 2007 zu einem Preis von 53 Euro eingestiegen seien, sagte Unrau. Nun würden sie mit einer Abfindung von 21 Euro „rausgeschmissen“.









