PfadnavigationHomeSportFußballWMDrei PlatzverweiseRote Karten „schneller als Lucky Luke“ – Schon nach Spiel eins hat die WM eine Schiri-DebatteStand: 03:01 UhrLesedauer: 3 MinutenMexiko und Südafrika eröffnen die WM mit einer denkwürdigen Partie. Beim Auftaktsieg der Mexikaner fliegen gleich drei Spieler mit Rot vom Platz – ein neuer Rekord. Sehen Sie die Highlights des Auftaktspiels hier im Video.Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio steht nach dem Eröffnungsspiel im Mittelpunkt. Er stellt den Rote-Karten-Rekord für einen WM-Auftakt auf. Vor allem eine Entscheidung sorgt für Diskussionen.Nach dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika stand vor allem Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot – das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben. ZDF-Kommentator Oliver Schmidt urteilte gar, er würde die Roten Karten „schneller als Lucky Luke“ ziehen.Letztmals hatte es vor 20 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Deutschland so viele Platzverweise in einem Spiel gegeben. Im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden mussten damals sogar vier Profis vorzeitig vom Feld. Bei der vergangenen WM in Katar hatte es im gesamten Turnier vier Platzverweise gegeben, davon nur eine Rote Karte.Der erste Platzverweis gegen den Südafrikaner Sphephelo Sithole wegen einer Notbremse in der 50. Minute war absolut berechtigt. Auch Rot für Mexikos Cesar Montes in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse vertretbar, wenngleich sich Südafrikas Khuliso Mudau den Ball nach außen am Gegenspieler vorbeilegte und mexikanische Verteidiger eventuell auch noch hätten eingreifen können. Größere Diskussionen gab es jedoch um die zweite Rote Karte gegen Südafrika. Themba Zwane musste wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit in der 84. Minute vom Feld. Der Schiedsrichter hatte erst nach Sichtung der Fernsehbilder auf Rot entschieden.„Ich glaube, es hätte dem Spiel gutgetan, wenn es nur eine Rote Karte gewesen wäre“, sagte der ehemalige Schiedsrichter Patrick Ittrich als Experte bei MagentaTV. „Jetzt reden alle über den Schiedsrichter und das nach einem WM-Eröffnungsspiel. Das bleibt hängen, das ist schade.“Der frühere Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer pflichtete Ittrich im ZDF bei. „Der Schiri hat eigentlich einen sehr guten Blick. Wenn der Mexikaner direkt aufsteht – und das kann er, weil er hat ja überlebt – dann gibt der Schiedsrichter nicht Rot“, sagte Kinhöfer. „In Realgeschwindigkeit und ohne die Schauspielerei des Gegners wäre es keine Rote Karte gewesen, auch wenn man es regeltechnisch vertreten kann.“Christoph Kramer wünscht sich VAR-ÄnderungZDF-Experte Christoph Kramer kritisierte vor allem die Umsetzung des Videobeweises. Dieser würde vor allem Superzeitlupen zeigen, welche die Vorkommnisse auf dem Platz um ein Vielfaches dramatischer aussehen lassen würden. „Was ich immer schon sage: Der größte Dorn im Auge ist beim VAR diese Super-Slow-Mo“, sagte der Weltmeister von 2014. Kramers Wunsch: „Ich würde mich freuen, wenn man etwas nicht in Super-Slow-Mos oder in Zeitlupe abspielt, sondern immer nur Realgeschwindigkeit. Weil, da siehst du einfach, das nichts ist.“Lesen Sie auchSüdafrikas Trainer Hugo Broos war nach der Partie sauer auf den Schiri: „Über die erste Rote Karte müssen wir nicht sprechen. Aber die Zweite: Da blockt der mexikanische Spieler meinen Spieler.“ Dann verzog er das Gesicht zu einer Grimasse und fügte hinzu: „Ich finde es schade, dass wir mit neun Spielern zu Ende spielen mussten.“luwi mit dpa
Fußball-WM: Rote Karten „schneller als Lucky Luke“ – Schiri-Debatte schon nach Spiel eins - WELT
Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio steht nach dem Eröffnungsspiel im Mittelpunkt. Er stellt den Rote-Karten-Rekord für einen WM-Auftakt auf. Vor allem eine Entscheidung sorgt für Diskussionen.
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