Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesZDF verpasst sieben Minuten der WM-EröffnungsfeierStadion-Party zum WM-Start in Mexiko Iranischer Sportminister droht mit Abbruch von WM-Spielen In Mexiko-Stadt weisen Angehörige auf Verschwundene hinHelene Fischer würde bei WM-Titel wieder auf Berliner Fanmeile singen – Problem: Es gibt keineEin unspektakulärer Sieg für den Co-Gastgeber und wenig Protest zum StartZum Auftakt der WM schlägt Mexiko Südafrika mit 2:0, das Aufregendste sind dabei drei Rote Karten. Bei der Eröffnungsfeier singt Shakira diesmal „Dai Dai“ statt „Waka Waka“ – und vor dem Stadion gibt es wenige Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Unsere Texte zum ersten WM-Abend: ZDF verpasst sieben Minuten der WM-EröffnungsfeierWährend es auf dem Platz des WM-Eröffnungsspiels ziemlich rumpelig zuging, ging auch bei der knapp vierstündigen (!) Vorberichterstattung im ZDF einiges durcheinander. Erst verpasst der Sender sieben Minuten der Eröffnungsfeier, dann schaltet die Regie wild zwischen Einspielern hin und her. Das wird schon noch. Bernhard Heckler hat für die SZ eingeschaltet: Für Raúl Jiménez ist sein Stirnband längst Normalität – für viele WM-Zuschauer aber ein ungewohntes Bild. Der mexikanische Torschütze zum 2:0 im Eröffnungsspiel trägt ein dünnes Band um den Kopf, das über dem rechten Ohr ein größeres Schutzpolster an Ort und Stelle hält. Denn der 35 Jahre alte Angreifer der Wolverhampton Wanderers muss seit einem schweren Zusammenstoß auf dem Fußballplatz und einer folgenden Not-Operation auf seine Narbe aufpassen.Vor mehr als fünf Jahren krachte Jiménez im Premier-League-Duell seiner Wanderers mit dem FC Arsenal mit Gegenspieler David Luiz zusammen. Im November 2020 verlor er das Bewusstsein, wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Der Schädelbruch und die Verletzungen am Gehirn waren lebensgefährlich. Jiménez erholte sich, gab im August 2021 sein Comeback und spielt seither mit dem Stirnband, um seine Narbe zu schützen.Nach dem Eröffnungsspiel steht Schiedsrichter Wilton Sampaio aus Brasilien im Fokus. Drei rote Karten verteilte er, Rekord für eine WM-Auftaktpartie. Südafrikas Trainer Hugo Broos protestierte. Über den ersten Platzverweis müsse man nicht groß reden, sagte Broos, „die Karte kann ich noch verstehen“. Die zweite aber, für ein vergleichsweise harmloses Vergehen? „Da blockt ein Mexikaner meinen Spieler“, klagte Broos in der Pressekonferenz, „das war zu wenig, um eine rote Karte zu geben.“Zwar waren alle Platzverweise formal korrekt, allerdings empfahl Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich, insbesondere bei den späten roten Karten, den Interpretationsrahmen zu nutzen. Er sagte: „Ich glaube, es hätte dem Spiel gutgetan, wenn es nur eine rote Karte gewesen wäre. Jetzt reden alle über den Schiedsrichter und das nach einem WM-Eröffnungsspiel. Das bleibt hängen, das ist schade.“Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich bei Magenta TVNewsdeskJan Heidtmann, Mexiko-StadtPublic Viewing auf der Couch – ganz ohne LizenzFür alle, die nicht in die offiziellen Fanzonen hineinkommen, haben sich überall in der Stadt kleinere Versionen davon gefunden. So wie hier direkt an der Absperrung zum Hauptplatz, dem Zócalo. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Fifa ein sehr striktes Regiment bei der Vergabe von Lizenzen zum öffentlichen Zuschauen verhängt hat. Die Mexikaner umgehen es einfach – wunderbar! Stadion-Party zum WM-Start in Mexiko Popsängerin Shakira als Einheizerin mit Sonnenbrille, Mariachi-Rhythmen, indigene Kostüme und ein gigantischer WM-Pokal – Mexiko hat Hunderte Millionen Fußballfans in aller Welt mit einer musikalisch-bunten Eröffnungsfeier auf die Weltmeisterschaft eingestimmt. Burna Boy und Shakira sangen ihren WM-Song „Dai Dai“ live. Danach stieg grün-rot-weißes Feuerwerk in den Himmel. Die Kolumbianerin Shakira ist im Fußball eine alte Bekannte: 2006 tanzte sie barfuß vor dem WM-Finale im Berliner Olympiastadion, 2010 bescherte sie den Fans den Ohrwurm „Waka Waka“.NewsdeskJavier Cáceres, Mexiko-StadtWer braucht schon Snacks im Stadion?Andere Länder, andere Stadionsitten. Zur Mittagszeit Snacks zu finden – schwierig. Rum, Whiskey, Tequila? Kein Problem. 650 ml Doña Margarita (mit Sprite verdünnter Tequila) gibt's schon für 360 Pesos, in etwa 18 Euro. Ist etwas teurer als 0,7 Liter Bier (290 Pesos). Vermutlich wussten die Azteken schon, dass man das bisschen, das man essen muss, auch trinken kann. Live-Ticker: Mexiko gegen Südafrika Das erste Spiel dieser WM in Nordamerika bestreiten Mitgastgeber Mexiko und Südafrika. Verfolgen Sie das Eröffnungsspiel im Aztekenstadion in Mexiko-City live mit den SZ-Kollegen Sebastian Fischer, David Kulessa und Martin Schneider. NewsdeskJavier Cáceres, Mexiko-StadtDas Estadio Azteca. Was soll man sagen, außer Valdano zu zitieren: Es beeindruckt immer wieder aufs Neue.NewsdeskJan Heidtmann, Mexiko-StadtTausende mexikanische Fans wollen WM-Eröffnungsspiel auf dem Zócalo sehenRund um den Hauptplatz von Mexiko-Stadt, den Zócalo, warten Zehntausende in langen Schlangen auf Einlass. Insgesamt gibt es in der mexikanischen Hauptstadt fast 20 Plätze, an denen das Eröffnungsspiel öffentlich übertragen wird. Aber der Zócalo, der Platz der Verfassung, ist etwas Besonderes. Hier steht eine der größten Bühnen, und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte angekündigt, das Spiel hier zu verfolgen. Ihr Ticket für das Stadion hatte sie zuvor an eine 21-jährige Nachwuchsfußballerin vergeben.Doch es war bis zum Morgen unklar, ob der Zócalo überhaupt für Fans zugänglich sein würde. Denn rundherum campieren seit Tagen Lehrer, die für höhere Löhne demonstrieren. Deswegen war der Zócalo, an dem auch der Präsidentenpalast liegt, abgeriegelt worden. Nachdem am Morgen bekannt gegeben worden war, dass der Platz für 60 000 Fans geöffnet wurde, strömten sie zu Tausenden hierher. Trotz langer Wartezeit ist die Stimmung im Moment entspannt. NewsdeskJavier Cáceres, Mexiko-StadtSchon viel los vor dem Aztekenstadion – das Wetter scheint zu haltenFünf Stunden vor Spielbeginn – aber rund ums Aztekenstadion ist schon gehörig Betrieb. Die Behörden hatten wegen der Demonstrationen dazu geraten, vier Stunden vor Anstoß (13 Uhr Ortszeit) im Stadion zu sein; wer minimale Ortskenntnisse hatte, weiß: Es dürfte sich lohnen, noch früher am weiträumig abgesperrten „Koloss von Santa Úrsula“ zu sein.Der Himmel über dem Aztekenstadion ist übrigens – anders als in den vergangenen Tagen – ziemlich wolkenfrei. Heißt unter anderem: Die Volunteers können ohne Schirm eingewiesen werden. Die weiteren Aussichten? Mehr als passabel.Somalischer Schiedsrichter Omar Artan pfeift Uefa-SupercupEigentlich hätte er bei der WM Spiele leiten sollen, doch die US-Behörden verweigerten dem Somalier Omar Artan die Einreise. Nun soll er den Uefa-Supercup pfeifen. Artan sei ein exzellenter junger Schiedsrichter, sagte Uefa-Präsident Aleksander Čeferin. Fußball sei dafür da, Menschen zu verbinden, und die Uefa wolle ihren Respekt gegenüber dem Somalier und seinen herausragenden Fähigkeiten als Schiedsrichter zeigen. „Fußball ist dafür da, Menschen zu verbinden, und die Uefa möchte ihren Respekt gegenüber Omar und seinen herausragenden Fähigkeiten als Schiedsrichter zeigen.“Uefa-Präsident Aleksander ČeferinBeim Supercup treffen jedes Jahr die Gewinner der Champions League und der Europa League aufeinander. In diesem Jahr sind das Paris Saint-Germain und Aston Villa am 12. August in Salzburg. Omar Artan war 2025 als bester männlicher Schiedsrichter Afrikas ausgezeichnet worden, als einer von sieben Afrikanern sollte er bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko eingesetzt werden. Die USA verweigerten ihm jedoch am Flughafen in Miami die Einreise und begründeten das später mit angeblichen Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen.„Reise abgesagt“: Wohl keine Visa für Fans der ElfenbeinküsteDie strengen Visa-Bestimmungen in den USA haben nun offenbar auch den deutschen WM-Gruppengegner Elfenbeinküste getroffen. Nach Angaben der Fanvereinigung des afrikanischen Landes hat es keine Einreiseerlaubnis gegeben, die „Elefanten“ müssen beim Fußballturnier wohl ohne Unterstützung aus der Heimat auskommen.„Die Fans haben die Reise abgesagt, weil die US-Regierung keine Anhänger aus bestimmten Ländern, darunter die Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will“, sagte Julien Kouadio Adonis, Präsident des National Committee of Elephants Supporters (CNSE), der Nachrichtenagentur AFP, wie der Sportinformationsdienst berichtet. „Die USA haben uns gegenüber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie unsere Fans nicht dort haben wollen.“Im März hatte Kouadio noch gehofft, dass 500 Fans aus Afrika anreisen würden. Aber nun habe nur eine Handvoll CNSE-Funktionäre die Genehmigung erhalten, um sich bei der WM „um die in den USA ansässigen ivorischen Fans zu kümmern“.Die Elfenbeinküste bestreitet zwei ihrer drei Gruppenspiele in Philadelphia. Am Montag geht es dort gegen Ecuador und am 25. Juni gegen Curaçao. Das Duell mit der deutschen Mannschaft am 20. Juni findet in Toronto statt.Es ist das nächste Kapitel beim Dauerthema Einreise. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Text meines Kollegen Boris Herrmann:Die WM beginnt: Was Sie für heute Abend wissen müssenWenn Sie diesen Blog in den vergangenen Tagen aufmerksam verfolgt haben, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass rund um die Fußballweltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA zuletzt schon so einiges los war, politisch wie sportlich: Wütende Lehrkräfte und Proteste auf Fanmeilen in Mexiko, Einreiseverbot für einen somalischen Schiedsrichter in die USA, dazu die Sache mit Iran und die Verletzung von Lennart Karl. Also unter anderem. Das Erstaunliche dabei: Die WM hat noch gar nicht begonnen. Das ändert sich heute. Um 21 Uhr deutscher Zeit trifft die mexikanische Nationalmannschaft im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt auf Südafrika. Das ZDF überträgt. Je nachdem, ob Sie Fußballpuristin oder (auch) ein Freund des Pomps sind, könnte es sich allerdings lohnen, bereits ab 19.30 Uhr einzuschalten. Dann beginnt nämlich die Eröffnungsfeier, mit Musik, Feuerwerk und viel Glamour.Im gewohnt bescheidenen Duktus lässt die Fifa wissen: „Es sind die ersten Töne bei einem Turnier, das Milliarden Menschen durch die beliebteste Sportart der Welt in den Bann ziehen wird.“ Im Mittelpunkt stehen die Popstars Shakira und Burna Boy, die zum ersten Mal live den WM-Song „Dai Dai“ präsentieren werden. Shakira ist dem Fußball eine treue Begleiterin: 2010 bescherte sie Millionen Fans den wochenlangen WM-Ohrwurm „Waka Waka“. Auch Auftritte von Alejandro Fernández, Belinda, Danny Ocean und J Balvin sind angekündigt.Ob das wirklich alles so stattfindet wie geplant, erscheint allerdings noch etwas unklar. Da sind zum einen die Proteste in Mexiko-Stadt, denen die Polizei jetzt mit einer 1,6 Kilometer langen Sicherheitszone rund ums Stadion begegnet. Und zum anderen sind da die Gewitterwarnungen des mexikanischen Wetterdienstes. Die Eröffnungsfeier könnte wohl ins Wasser fallen. Und auch auf das Fußballspiel könnte die Wetterlage Einfluss haben, denn: Wird im Umkreis von acht Meilen um ein WM-Stadion ein Blitzeinschlag registriert, muss das Spiel unterbrochen werden. Es folgt ein Countdown von 30 Minuten, nach dessen Ablauf weitergespielt werden kann. Vorausgesetzt, es kommt währenddessen nicht zu einem erneuten Blitzeinschlag – dann wird die Uhr auf 30 Minuten zurückgesetzt.Es bleibt also auch kurz vor dem WM-Beginn, nun ja, kompliziert. Vielleicht ist es einfach an der Zeit, dass der Ball endlich rollt. Bis dahin möchte ich Ihnen folgende drei Texte aus dem Hause SZ empfehlen, mit denen Sie optimal auf den heutigen Abend vorbereitet sind:Kriegsszene auf dem Shirt: Haiti muss Trikotdesign ändernTrikottausch schon vor dem ersten Anpfiff: Haiti muss noch vor dem WM-Auftakt gegen Schottland am Sonntag sein Trikotdesign ändern. Der Weltverband Fifa verbot kurzfristig die Darstellung einer Kriegsszene auf dem blauen Shirt. Auf dem Trikot war die Illustration der Schlacht von Vertières aus dem Jahr 1803, die Haitis Unabhängigkeit sicherte, zu sehen. Das Dress hatte das Team schon in zwei Vorbereitungsspielen in Florida getragen, ehe die Fifa einschritt.Der kolumbianische Hersteller Saeta teilte nun mit, dass er das Trikot überarbeitet habe, um den Bestimmungen zu entsprechen. Doch auch das ursprüngliche Shirt sei „nicht als politisches Statement“ gedacht gewesen, sondern nur „als Hommage an die Männer und Frauen, die jeden Tag für Haitis Zukunft kämpfen“, so das Unternehmen. Haiti startet am Sonntag (3.00 Uhr MESZ) in Boston gegen Schottland in seine erste Weltmeisterschaft seit 52 Jahren. Der Außenseiter aus der Karibik trifft in der Gruppe C zudem auf den fünffachen Weltmeister Brasilien und auf Afrikameister Marokko. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
WM 2026: Warum trägt Mexikos Torschütze Jimenez ein Stirnband?
Mit einem bunten Eröffnungsfest feiert der Mit-Gastgeber im legendären Aztekenstadion den Fußball und sich selbst.
Raúl Jiménez schießt Mexiko zum WM-Eröffnungs-2:0 gegen Südafrika; der 35-Jährige trägt ein Schutzband über einer Narbe vom Schädelbruch November 2020. Schiedsrichter Wilton Sampaio setzt einen Rekord mit drei roten Karten im Eröffnungsspiel, Südafrikas Trainer protestiert gegen übermäßige Strenge.














