Startseite

Politik

Deutschland

Entlastungen: Koalition will nach Tankrabatt nur noch gezielt helfen Der Tankrabatt wurde nicht verlängert und läuft Ende des Monats aus. Entlastungen soll es dennoch geben – was die Bundesregierung plant.

11.06.2026 - 13:12 Uhr Ein Mann hält eine Zapfpistole an einer Tankstelle in der Hand und betankt sein Auto. Foto: Sven Hoppe/dpaDie schwarz-rote Koalition will nach dem auslaufenden Tankrabatt bei Bedarf gezielter helfen, um die hohen Spritpreise abzufedern.Im Blick seien dabei vor allem Pendler, Handwerksbetriebe und Menschen im ländlichen Raum, teilten die führenden Wirtschaftspolitiker der CDU/CSU- und der SPD-Bundestagsfraktion, Sepp Müller und Armand Zorn, am Donnerstag gemeinsam mit. Die Lage werde regelmäßig neu bewertet und bei Bedarf auch gehandelt. „Sofern weitere Maßnahmen notwendig werden sollten, müssen diese deutlich zielgerichteter kleine und mittlere Einkommen und den Mittelstand entlasten. Langfristig müssen wir unsere Energieversorgung weiter diversifizieren, Abhängigkeiten abbauen und die erneuerbaren Energien weiter ausbauen.“Am Mittwochabend war bekanntgeworden, dass der Tankrabatt wie geplant Ende Juni ausläuft. Damit dürften die Preise zu Beginn der Ferienzeit deutlich steigen. Müller und Zorn betonten, die Maßnahme sei immer zeitlich begrenzt geplant gewesen. Ziel sei eine schnelle und unkomplizierte Hilfe gewesen. „Die Entlastung ist zu einem großen Teil weitergegeben worden und hat in Zeiten der extremen Preisspitzen die Bevölkerung und Unternehmen gleichermaßen entlastet sowie die Inflation gesenkt.“Staatsfinanzen Was wollen uns diese beiden Herren eigentlich sagen? Die Bundesregierung verfügt über Geld im Überfluss – und hat doch immer zu wenig. Das sollte den Bürgern schleunigst mal jemand erklären. Ein Kommentar. Kommentar von Max HaerderDie Koalitionspolitiker räumten aber ein, dass die Maßnahme nicht zielgenau und mit rund 800 Millionen Euro pro Monat auch teuer sei. Dies hatten Ökonomen von Anfang an beanstandet. „In Zeiten angespannter Haushalte ist eine solche dauerhafte Subvention finanzpolitisch und wirtschaftspolitisch nicht nachhaltig“, so Müller und Zorn.Die Verbraucherzentrale Bundesverband teilte mit, der Tankrabatt habe sich nicht bewährt. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands hätten 81 Prozent der Befragten angegeben, im Alltag keine Entlastungen wahrgenommen zu haben. „Statt neuer Schnellschüsse braucht es jetzt dauerhaft wirksame Vorschläge: Eine Senkung der Stromsteuer für private Haushalte würde direkt entlasten.“ Die Bundesregierung müsse dieses Wahlversprechen einlösen.Auch in Regierungskreisen hieß es, es werde über weitere und zielgerichtete Maßnahmen beraten. Diese hingen aber von den weiteren wirtschaftlichen Belastungen durch den Nahost-Krieg ab. Als potenzielle Maßnahme gilt, die Pendlerpauschale zu erhöhen. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick Anzeige Gutscheine Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen Anzeige Weiterbildung Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick