PfadnavigationHomeSportFußballArtikeltyp:MeinungEröffnungsfeier in MexikoDie Hüfte Gottes – Shakira als Kontrapunkt zur aufgeblähten WMStand: 21:18 UhrLesedauer: 3 MinutenZum Start der Weltmeisterschaft setzt die Fifa auf eine pompöse Show. Vor dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika präsentiert Shakira ihren WM-Song. Sehen Sie ihren Auftritt hier im Video.Zumindest in Mexiko ist die Fußball-WM 2026 eröffnet. Die bunte Zeremonie schürte Vorfreude auf ein mehrwöchiges Fest. Auch Superstar Shakira konterkarierte ungewollt das viel kritisierte Turnierformat und den Gigantismus der Fifa.Die Pop-Sternchen der lateinamerikanischen Welt gaben sich bei der Eröffnungszeremonie das Mikrofon in die Hand, doch der Star des ersten Abends dieser 23. Fußball-Weltmeisterschaft war die Stätte selbst und könnte diese Rolle auch bis zum Ende ausfüllen.Das Aztekenstadion von Mexiko-Stadt umweht noch die Atmosphäre des alten Fußballs und weckt Erinnerungen an große Fußballschlachten. Die Berichte von damals trugen stets den Zusatz „In der Hitze von Mexiko City“ und lieferten zahlreiche Legenden. Es ist nach 1970 und 1986 die dritte WM im größten mittelamerikanischen Land. 19 WM-Spiele fanden bislang in der Hauptstadt statt, Pelé und Maradona wurden im Aztekenstadion Weltmeister.Shakira schon zum zweiten Mal dabeiStatt der Hand Gottes gab es zur Eröffnung 2026 zunächst mal die Hüfte Gottes: Shakira. Der kolumbianische Weltstar stand bereits 2010 bei der Eröffnungsfeier in Südafrika auf dem Platz. Damals mit „Waka Waka“, nun lautet das Motto „Dai dai“, was manchen an einen langjährigen Hertha-Trainer erinnert, tatsächlich aber dem Italienischen entstammt und so viel wie „Los geht’s“ bedeutet.Es wird ja auch langsam Zeit, um das Mega-Event noch bis zum Ende des Sommers über die Bühne zu bekommen. Nicht weniger als 104 Spiele stehen in drei Gastgeberländern an, 48 Teams sind dabei. Alles Höchstwerte, die bei vielen Fans und Experten die Befürchtung haben wachsen lassen, dass Quantität nicht mit Qualität gleichgesetzt werden kann. Warten wir es ab.Die Eröffnungsfeier jedenfalls war ein bunter Reigen mit dem Flair landestypischer Straßenfeste. Der Mix aus traditioneller indigener Folklore und hier und da angedeutetem Futurismus transportierte Spaß und (Vor-)Freude. Die Botschaft: Einigkeit und Diversität mit König Fußball als verbindendem Element: „Fußball vereint alles“, hieß es während der Zeremonie, bei der gleich sieben Songs intoniert wurden. Shakira und die GerüchteEntsprechend divers auch das musikalische Programm aus Rock, Latin, Pop, Mariachi und Hip-Hop. Ein Reigen aus Tanz, Gesang und Ausdruck. Der Schlussakkord war Burna Boy und Shakira mit ihrem offiziellen WM-Song vorbehalten.Lesen Sie auchDass die Sängerin, um die sich Zeit ihrer Karriere Gerüchte um Schönheitsoperationen ranken, nicht sofort zu identifizieren war, lag an ihrer Sonnenbrille – und ihrem Körper. An den Hüften und Oberschenkeln deutlich verschlankt, das Gesicht ungewohnt glatt. Aus objektiver Sicht so wenig nachvollziehbar wie die Entwicklung des Fußballs generell. Eine Verschlankung hätte man eher der WM gewünscht als dem einst kurvig-feurigen Superstar. Ein weiterer überraschender Kontrapunkt zum XXL-Format: die Eröffnungsfeier dauerte gerade einmal 15 Minuten und damit nur halb so lange wie 2022 in Katar, wie es zunächst schien.Vor dem Anpfiff folgte dann noch ein zweiter, zehnminütiger Teil mit Hollywood-Schauspielerin Salma Hayek, der Präsentation der Flaggen der 48 teilnehmenden Nationen und Musik. Und es folgen ja noch zwei Zeremonien in Toronto und Los Angeles: „Dai, dai, iko, dale, allez, let’s go!“Wenn Sie hier klicken, können Sie sich den Gruppenspielplan der WM als PDF herunterladen. Wenn Lutz Wöckener nicht gerade irgendeinen Sport im Selbstversuch ausprobiert, schreibt er über Darts und Sportpolitik, manchmal aber auch Abseitiges wie Fußball.
Eröffnungsfeier WM: Die Hüfte Gottes – Shakira als Kontrapunkt zum aufgeblähten Turnier - WELT
Zumindest in Mexiko ist die Fußball-WM 2026 eröffnet. Die bunte Zeremonie schürte Vorfreude auf ein mehrwöchiges Fest. Auch Superstar Shakira konterkarierte ungewollt das viel kritisierte Turnierformat und den Gigantismus der Fifa.











