Stand: 11.06.2026 • 19:41 Uhr
Mit dem Sondervermögen soll die Infrastruktur saniert und ausgebaut werden. Die Regierungschefs der Ost-Länder kritisieren jedoch einen intransparenten Umgang mit den Mitteln. Aus Brandenburg kommen besonders klare Worte.
Dietmar Woidke will, dass es alle verstehen. Brandenburgs Regierungschef hat extra ein Foto mitgebracht um zu verdeutlichen, was er meint. Darauf zu sehen: eine Brücke über einem Fluss. Woidke stellt das Foto aufs Rednerpult, die anwesenden Journalisten sollen genau sehen, was er meint. Die Pressekonferenz der Ost-Ministerpräsidenten ist jetzt seine Bühne.
"Die Brücke in Küstrin-Kietz", beginnt Woidke zu dozieren. Das Bauwerk verbindet Brandenburg mit dem polnischen Nachbarland. "Diese Brücke ist 2024 in Betrieb gegangen", fährt er fort. Etwas unter 100 Millionen Euro habe sie gekostet und sei technologisch eine der modernsten Brücken in Europa.
Zudem habe sie 2025 den Deutschen Brückenbaupreis gewonnen, "für ihre Anmut und Schönheit", wie Woidke klarstellt. Doch es gebe ein "kleines Problem": Die Brücke habe zwei Gleise. Das ist der Versuch des Ministerpräsidenten, mit Hilfe von Ironie klarzumachen, was Brandenburger Verkehrspolitiker seit Jahren ärgert: die schlechte Eisenbahnverbindung nach Polen. In diesem Fall: das fehlende zweite Gleis auf deutscher Seite.











