Schönefeld (dpa) - Die ostdeutschen Länder wollen bei Sicherheit und Verteidigung bundesweit eine stärkere Rolle spielen - dringen dafür aber auf bessere Verkehrsverbindungen. „Hier finden in den nächsten Jahren massive Investitionen statt“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nach einer Sonderkonferenz der Ost-Ministerpräsidenten am Flughafen BER. „Diese Investitionen müssen selbstverständlich auch in Ostdeutschland ankommen.“
Was sind die Forderungen der Ost-Regierungschefs?
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen halten bessere Schienenverbindungen vor allem Richtung Osteuropa für notwendig. Sie wollen auch, dass es mehr Langstreckenflüge vor allem von Berlin und Leipzig gibt. Sie fordern auch, dass Zukunftsbranchen wie Drohnenforschung und Satellitentechnologie durch bessere Fördermöglichkeiten, mehr Investitionen und internationale Kooperationen gestärkt werden.
Wo sehen die Ministerpräsidenten Defizite beim Verkehr?
Die Ost-Regierungschefs haben nicht umsonst am BER getagt - auch als Zeichen. „Dieser BER ist das Tor zur Welt für Ostdeutschland“, sagte Wegner. „Wir haben hier eine klare Bevorzugung von (…) Bayern und Hessen.“ Der Streit dreht sich um eine mögliche Fluglizenz für die große arabische Airline Emirates am Flughafen BER. Eine Entscheidung der Bundesregierung in der Frage ist offen. Die Fluglinie darf bisher maximal die Airports Frankfurt/Main, München, Düsseldorf und Hamburg bedienen.











