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SpaceX: Riesenraketen, Mondfabriken, Mars-Kolonien – wie kühn ist Musk? Der Börsenprospekt von SpaceX liest sich stellenweise wie Science-Fiction. Ein nüchterner Blick auf die Projekte zeigt: Manche sind realistischer, als man denkt.
Thomas Jahn 11.06.2026 - 18:09 Uhr Artikel anhörenElon Musk, Starship-Rakete: Im Börsenprospekt kündigt der Milliardär kühne Vorhaben an. Foto: Imago, APDüsseldorf. Der Name Nikolai Semjonowitsch Kardaschow dürfte den meisten nichts sagen. Dabei war der Astrophysiker in den 60er-Jahren ein Pionier. Viele Jahre arbeitete er in der Sowjetunion an zukunftsweisenden Satellitenprojekten oder theoretisierte über Pulsare – also schnell rotierende, stark magnetisierte Neutronensterne –, und das Jahrzehnte, bevor sie entdeckt wurden.Der 2019 verstorbene Forscher war auch ein Exot, forschte früh zu Aliens und postulierte 1964 die sogenannte „Kardaschow-Skala“, die außerirdische Zivilisationen nach deren Energiegebrauch kategorisiert. Der Wissenschaftler erhielt zahlreiche Ehrungen, 2012 wurde ein Asteroid nach ihm benannt. Dann wurde es still um ihn – bis jetzt.Kardaschow wird massenhaft im Börsenprospekt und in Anträgen bei US-Behörden von SpaceX genannt. Firmengründer Elon Musk spricht regelmäßig von ihm: SpaceX würde der Menschheit helfen, auf der „Kardaschow-Skala“ nach oben zu klettern, wie er vor wenigen Tagen in einem Video auf seiner Plattform X sagte.Das Ziel sei, eine Zivilisation „Kardaschow Typ II“ zu werden, sagte Musk – der Ausdruck wird selbst im Abkürzungsverzeichnis des Börsenprospekts aufgelistet. Damit ist eine Zivilisation gemeint, die in der Lage ist, die gesamte Energie der Sonne einzufangen und zu nutzen.Astrophysiker Kardaschow: Die von ihm postulierte „Kardaschow-Skala“ wird im Börsenprospekt von SpaceX genannt. Foto: Radio Astronomy Dept of Sternberg Astronomical InstituteDie Menschheit ist laut Musk weit davon entfernt, „rangiert aber sehr tief auf der Kardaschow-Typ-I-Skala“, sagte Musk. „Wir fangen nur einen sehr, sehr geringen Anteil ein.“Es ist ein klassischer Musk-Move: die Menschen mit Science-Fiction-Ideen einzufangen, die spannend und irgendwie wissenschaftlich sind. Im Vergleich dazu hören sich seine Projekte viel weniger verrückt an. So müsse man im All Datenzentren für KI bauen, von Solarkraft angetrieben – ganz im Sinne von Kardaschow. Dafür braucht es laut Musk gigantische Raketen oder Satellitenfabriken auf dem Mond – finanziert durch den Aufbau eines globalen Internet- und Mobilfunknetzes.Das alles ist nachzulesen in den fast 300 Seiten des Börsenprospekts von SpaceX zum größten IPO aller Zeiten. Aber wie realistisch sind diese Vorhaben? „Im Prospekt werden viele kühne Vorhaben beschrieben“, sagt Franco Granda, Analyst des US-Analysehauses Pitchbook, „die auf vielen Annahmen beruhen.“Eines ist klar: SpaceX ist nicht zu unterschätzen. Aber bei aller Ingenieurskompetenz und Erfindungskraft: Große Erfolge können auch für zu viel Selbstvertrauen sorgen. Eine Analyse der fünf wichtigsten Projekte. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt













