Stand: 11.06.2026 • 14:18 Uhr
Der Prozess gegen Israels Premierminister läuft seit fast sechs Jahren, ein Ende ist nicht in Sicht. Kritiker meinen, Netanjahu sabotiere das Justizsystem. Ist ein juristischer Deal wahrscheinlich?
Von Montag bis Mittwoch zeigt sich im Zentrum von Tel Aviv fast jede Woche das gleiche Bild: Eine Kolonne aus gepanzerten Fahrzeugen biegt in die Tiefgarage des Gerichtsgebäudes im Zentrum von Tel Aviv ab. In einem der Wagen sitzt Israels Premierminister Benjamin Netanjahu.
Auf der anderen Seite des Gebäudes, direkt vor dem Haupteingang, herrscht währenddessen ohrenbetäubender Lärm. "Schuldig, schuldig!" - diese Rufe skandieren Dutzende Demonstranten, die fast alle in Orange gekleidet sind.
Zu den Stammgästen an den Verhandlungstagen gehört Elana Barzialy. "Wir kommen fast jede Woche hierher, seit der Prozess läuft, um zu zeigen, dass wir mit dem Verfahren unzufrieden sind", erklärt sie. "Es gibt Gesetze in Israel, und das ist auch gut so: Er soll seine Verbrechen gestehen, seine Schuld und Verantwortung."










