Ob man der Meinung ist, beim Treffen zwischen Koalition, Gewerkschaften und Arbeitgebern sei etwas „herausgekommen“ (oder eben nicht), dürfte eine Frage der jeweiligen Erwartung gewesen sein. Wer von all den echten und vermeintlichen „Gipfeln“ erwartet, sie hätten jeweils den Charakter eines Finales, wird immer enttäuscht sein, wenn danach nur von „angenehm konstruktiver“ Atmosphäre die Rede ist und die IG-Metall-Vorsitzende erklärt, sie gehe „gut gelaunt“ nach Hause. Aber ist das so wenig, in Kombination mit der Verabredung auf einen straffen Zeitplan (bis Anfang Juli) plus der Absicht, Reformen bei Steuern, Arbeitsmarkt und Sozialversicherung im Paket zu beschließen?