Deutsche Haushalte geben für digitale Abonnements inzwischen durchschnittlich 62 Euro im Monat aus und damit 7 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus der Submix-Studie 2026 der Beratungsfirma BearingPoint hervor, für die rund 7500 Personen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragt wurden.

Getrieben wird der Anstieg laut Studie vor allem von einer kleinen, aber kaufkräftigen Gruppe. 19 Prozent der Haushalte zahlen laut der Submix-Studie von BearingPoint mehr als 100 Euro pro Monat für ihre Abos, im vergangenen Jahr waren es 15 Prozent. In Frankreich entwickelt sich der Markt gegenläufig, dort sanken die durchschnittlichen Haushaltsausgaben auf 41 Euro. Zu den berücksichtigten Abos gehören Video- und Musikstreaming, aber auch Gaming-Abos und Abos für Zeitungsinhalte.

Mehr Geld, mehr Sharing

Trotz Maßnahmen gegen Account-Sharing wächst die Anzahl der User, die sich ein Abo mit Personen außerhalb des eigenen Haushalts teilen. Beim Marktführer Netflix stieg dieser Anteil von 20 auf 28 Prozent, bei Disney+ von 21 auf 31 Prozent und bei YouTube Premium von 25 auf 38 Prozent. Netflix geht seit 2023 in Deutschland und Österreich gegen Account-Sharing vor.

Statt immer neuer Einzelabos abonnieren die Haushalte zunehmend Pakete. 29 Prozent nutzen inzwischen Bundles mit mehreren Diensten, im Vorjahr waren es 24 Prozent. Die Zahl der genutzten Abo-Kategorien pro Haushalt stagniert bei durchschnittlich 2,3. Die großen Dienste werden laut der Studie immer intensiver genutzt: Der Musik-Streamingdienst Spotify wird etwa von 94 Prozent seiner Abonnenten mehrmals die Woche genutzt.