30 Jahre alt. Masterabschluss. Grundsicherung. Auf Tiktok dokumentieren junge Menschen ihre erfolglose Jobsuche. Und fragen sich, was schiefläuft.
#arbeitslos und auf #tiktok
gpointstudio/imago
„An alle, die gerade einen Job suchen: Wie geht’s euch?“, so beginnen viele Videos, die unter Hashtags wie #jobs oder #arbeitslos kursieren. Die Antwort wird meist schon nach wenigen Sekunden deutlich: schlecht. Die Betroffenen berichten von neuen Lebensläufen, Portfolios, Initiativbewerbungen, Arbeitsproben oder dem persönlichen Nachfragen vor Ort – doch all das scheint vergeblich. Nur Absagen oder, schlimmer noch, gar keine Rückmeldung. Junge Menschen schildern eine zermürbende Jobsuche, die trotz monatelanger Bemühungen und teils dreistelliger Bewerbungszahlen erfolglos bleibt.
Das Problem betrifft besonders Akademikerinnen und Akademiker, aber längst nicht nur die, die „irgendetwas mit Medien“ studiert haben. Auch Absolventinnen und Absolventen der Betriebswirtschaftslehre sowie Berufseinsteiger mit Praktika, Nebenjobs und ersten Jahren Berufserfahrung berichten von denselben Schwierigkeiten. Ob Medien, Marketing, Tourismus oder Vertrieb – viele kommen zum selben Schluss: Der Arbeitsmarkt ist tot.








