Da macht man sich landauf, landab jede nur erdenkliche Mühe, um mehr Leute für das Ehrenamt zu gewinnen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirbt unermüdlich dafür, ebenso wie jede örtliche freiwillige Feuerwehr auf ihren Feuerwehrfesten mit Bratwurst und Pumpstation. Seit Anfang Juni spielt eine Vorabendserie namens „Frieda – Mit Feuer und Flamme“ bei der freiwilligen Feuerwehr, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ernennt zwei neue Feuerwehrseelsorger, und sogar die Ehrenamts- und Übungsleiterpauschalen wurden Anfang des Jahres angehoben, zwar nur moderat, aber immerhin.Mit Blaulicht geblitztUnd dann konterkariert eine einzige Nachricht all die guten, hoffnungsvollen der letzten Monate so gründlich, als ginge es tatsächlich darum, einen Brand zu löschen: Ein Feuerwehrmann aus der Kleinstadt Taucha bei Leipzig muss sich vor Gericht gegen ein Bußgeld wehren, das er wegen zu schnellen Fahrens aufgebrummt bekommen hat. Auf dem Weg zu einem Einsatzort. Mit Blaulicht. In einer Baustelle. Die wohlgemerkt auch noch eine Einbahnstraße war.Erst ein Machtwort des zuständigen Amtsgerichts befreite den empörten Mann vom Vorwurf einer Verkehrsordnungswidrigkeit. Doch da war es schon zu spät, gemeinsam mit mehreren Kollegen hat er nun den Dienst quittiert. Fast möchte man sagen: Da brennt doch wirklich die Hütte.
Strafzettel für Feuerwehr: Ein Brandanschlag aufs Ehrenamt
Ein freiwilliger Feuerwehrmann wird wegen zu schnellen Fahrens zum Einsatzort mit einem Bußgeld belegt. Wie soll man so Leute für das Ehrenamt gewinnen?











