PfadnavigationHomeSportFußballWMAufstockungBerti Vogts attackiert Fifa und DFB – „Schadet dem Fußball“Stand: 11.06.2026Lesedauer: 2 MinutenDer Einsatz von Manuel Neuer beim Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao ist weiterhin offen. „Ein Spiel ist natürlich etwas ganz anderes als eine Trainingseinheit“, sagt WELT-Reporter Christian Beilfuß.Berti Vogts war von 1990 bis 1998 Bundestrainer. 1996 wurde er mit der deutschen Nationalelf Europameister. Der 79-Jährige prangert Gigantismus und Geldmacherei an und hat einen konkreten Vorschlag, in welchem Format eine WM gespielt werden müsse.Der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts hält wenig von der Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes auf 48 Teams. „Es ist nicht gut, eine WM so aufzublasen, nicht für das Turnier, nicht für die Spieler, nicht für die Qualität des Spiels und am Ende auch nicht für die Clubs“, sagte der 79-Jährige der „Rheinischen Post“ (Mittwoch-Ausgabe) und ergänzte: „Ganz ehrlich: So ein Mammutturnier schadet dem Fußball.“Man wolle bei einer Weltmeisterschaft „doch die besten Mannschaften und die besten Spieler der Welt sehen“, sagte Vogts vor dem WM-Start am Donnerstag und ergänzte auch gleich, warum aus seiner Sicht immer mehr Nationen dabei sind: „Da geht es doch nur um das Finanzielle.“ Erstmals treten beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko 48 Nationen an.Ebenso enttäuscht wie vom Weltverband Fifa ist der Trainer des deutschen Europameisterteams von 1996 auch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dessen Präsident Bernd Neuendorf. Er würde vom DFB-Boss erwarten, „dass er sich bei der Fifa für den Fußball einsetzt“, betonte Vogts: „Er müsste mit den anderen Top-Nationen, mit den Franzosen, mit den Italienern, mit den Engländern beim Weltverband vorsprechen und sagen: So geht es nicht weiter, wir machen den Fußball kaputt.“So würde Vogts die WM verändernAnstatt einer immer größeren WM würde sich der ehemalige Coach für die Zukunft das genaue Gegenteil wünschen. „Ich würde dafür plädieren, wieder auf 24 Mannschaften zu reduzieren und die Wege der Qualifikation zu verändern“, sagte Vogts. Demnach könnte man kontinentale Meisterschaften wie eine EM aufwerten, indem man sich darüber künftig direkt für die WM qualifizieren kann. „Oder über die Nations League. Warum sollten nicht die ersten Vier eines solchen Turniers zur WM fahren?“, fragte Vogts.Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Lesen Sie auchSchließlich sei das auch in anderen Sportarten möglich. „Warum nicht im Fußball? Man kann auch Vor-Turniere für eine WM auf den verschiedenen Kontinenten spielen, über die sich Nationen qualifizieren können“, sagte der Rekordspieler von Borussia Mönchengladbach: „Ich glaube, wenn man etwas verändern will, finden sich viele Wege.“lwö/dpa
Fußball-WM 2026: Berti Vogts attackiert Fifa und DFB – „Schadet dem Fußball“ - WELT
Berti Vogts war von 1990 bis 1998 Bundestrainer. 1996 wurde er mit der deutschen Nationalelf Europameister. Der 79-Jährige prangert Gigantismus und Geldmacherei an und hat einen konkreten Vorschlag, in welchem Format eine WM gespielt werden müsse.










